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Aktionäre: Daimler soll aus Formel 1 aussteigen - Konzern lehnt ab

Aktionäre: Daimler soll aus Formel 1 aussteigen

17.02.2013, 14:08 Uhr | dapd, dpa

Aktionäre: Daimler soll aus Formel 1 aussteigen - Konzern lehnt ab. Große Daimler-Aktionäre sind mit dem Formel-1-Engagement des Autobauers unzufrieden und fordern den Rückzug (Quelle: xpb)

Große Daimler-Aktionäre sind mit dem Formel-1-Engagement des Autobauers unzufrieden und fordern den Rückzug (Quelle: xpb)

Große Daimler-Investoren setzen den Autobauer unter Druck, aus der Formel 1 auszusteigen. Das berichtet die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" (FAS). "Formel 1 ist nicht mehr zeitgemäß, es hilft dem Image nicht", sagte Henning Gebhardt von der Fondsgesellschaft DWS dem Blatt. "Es ist fragwürdig, wenn in Ländern gefahren wird, die etwa wegen Menschenrechtsverletzungen in der Kritik stehen: Wie soll da die Marke strahlen?" Daimler will dem Druck aber nicht nachgeben.

Den Rückzug aus dem teuren Motorsport forderte auch die Fondsgesellschaft Union als Aktionär des Autoherstellers. "Mercedes fährt seit Jahren hinterher, ohne Konsequenzen", sagte Union-Manager Michael Muders der Zeitung. "Die Formel 1 ist teuer und bringt dem Konzern nichts."

Nur ein Sieg seit 2010

Daimler war 2010 mit seinem Werksteam Mercedes wieder in die Formel-1-Rennserie eingestiegen. Die Mannschaft gewann seitdem jedoch nur einen Grand Prix und belegte in der Konstrukteurs-Weltmeisterschaft in der vergangenen Saison nur Rang fünf. Für das kommende Jahr stehen Nico Rosberg und Lewis Hamilton unter Vertrag. Wenn es nach dem Willen der Großaktionäre geht, müssten sie sich möglicherweise bald einen neuen Arbeitgeber suchen.

Daimler will Druck nicht nachgeben

Doch danach sieht es nicht aus: Daimler hat die Forderungen am Sonntag zurückgewiesen. "Unser Engagement ist langfristig ausgerichtet. Wir wollen uns nicht aus der Formel 1 zurückziehen. Im Gegenteil", sagte Konzernsprecher Jörg Howe und wies auf die jüngsten personellen Veränderungen hin. "Wir sind dabei, mit neuen Leuten - Niki Lauda und Toto Wolff - Mercedes GP wieder nach vorne zu bringen und langfristig erfolgreich zu sein.".

Im Dezember hatte sich Mercedes von seinem Motorsportchef Norbert Haug nach über 22 Jahren getrennt. Der dreimalige Weltmeister Lauda war schon vor längerer Zeit als eine Art Chefkontrolleur verpflichtet worden. Sein österreichischer Landsmann Wolff ersetzt nun Haug als Gesamtverantwortlicher.

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