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"New York Times": Boeing sucht Parkplätze für Dreamliner


Flugzeughersteller  

"New York Times": Boeing sucht Parkplätze für Dreamliner

20.02.2013, 17:42 Uhr | dpa-AFX, t-online.de

"New York Times": Boeing sucht Parkplätze für Dreamliner. Trotz Flugverbot baut Boeing jede Woche einen neuen Dreamliner und bekommt jetzt offenbar Parkplatzprobleme (Quelle: Hersteller/Boeing)

Trotz Flugverbot baut Boeing jede Woche einen neuen Dreamliner und bekommt jetzt offenbar Parkplatzprobleme (Quelle: Boeing/Hersteller)

Der Dreamliner ist für den US-Flugzeugbauer Boeing der reinste Alptraum. Nach einer Pannenserie im Zusammenhang mit den Lithium-Ionen-Batterien an Bord der Maschinen hatte die amerikanische Luftfahrtbehörde FAA ein weltweites Flugverbot verhängt. Das führt nun zu einem neuen Problem: Weil die Dreamliner-Produktion weiterläuft, gehen Boeing die Parkplätze aus.

Laut Bericht fragt der Flugzeugbauer schon nach weiteren Stellplätzen

Die "New York Times" berichtet, der Flugzeugbauer habe schon bei Firmen, die Stellplätze für Flugzeuge anbieten, angefragt, ob diese andere Boeing-Modelle aufnehmen könnten. Das sei ein Indiz, dass Boeing auf den eigenen Geländen Platz für neue Dreamliner schaffen wolle. Von denen produziere Boeing ungefähr ein neues Exemplar pro Woche in den US-Werken in Everett und Charleston.

Laut "New York Times" schreibt ein Unternehmenssprecher dagegen in einer E-Mail: "Wir haben ausreichend Platz in Everett, um unsere Flugzeuge unterzubringen und wir werden nicht öffentlich über mögliche Begrenzungen in der Zukunft spekulieren."

Anfang Januar war bei einem Flugzeug nach der Landung in Boston im US-Staat Massachusetts ein Feuer ausgebrochen. Eine Woche später musste eine weitere Boeing 787 wegen eines Brandes in Japan notlanden. Boeing stoppte die Auslieferung seines Prestigeflugzeugs, bis das Problem geklärt ist.

Airlines beziffern Millionenverluste durch weltweites Flugverbot

Die zickige Technik könnte teuer werden: Durch die Stilllegung der Dreamliner-Flotte seien allein Japan Airlines (JAL) im Geschäftsjahr bis Ende März Kosten in Höhe von fast acht Millionen US-Dollar (5,9 Millionen Euro) entstanden, teilte die Fluggesellschaft laut einem Bericht des TV-Senders "n-tv" mit. Es geht der Airline demnach jedoch primär darum, die Flugzeuge wieder in die Luft zu bekommen. "Wenn die Situation geklärt ist, können und werden wir die Gespräche vorbereiten", zitierte der Sender JAL-Präsident Yoshiharu Ueki.

Wettbewerber All Nippon Airlines (ANA), der den notgelandeten Flieger betrieb, und die polnische Fluglinie Lot haben laut Medienberichten bereits Schadenersatzforderungen angekündigt. ANA mache durch das Flugverbot allein im Januar etwa 15 Millionen Dollar Umsatzverlust, berichtete das "Handelsblatt".

United Airlines glaubt nicht an schnelle Lösung des Problems

Zudem glaubt etwa die US-Fluggesellschaft United Airlines nicht an eine baldige Aufhebung des Verbots. Man überarbeite die Flugpläne, um die sechs Maschinen vom Typ 787 bis zum 30. März durch andere Flieger zu ersetzen, teilte Unternehmenssprecherin Christen David in einer E-Mail mit.

Die Zeitung "Seattle Times" hatte vorige Woche berichtet, Boeing habe eine Übergangslösung für das Problem mit den Batterien gefunden. Teile der Batterien sollen demnach mit Titan oder Stahl ummantelt werden, außerdem sollten Leitungen gelegt werden, die im Falle eines Batteriebrandes den Rauch und die frei werdenden Gase nach außen leiten sollten. Doch selbst wenn die FAA eine Genehmigung erteile, werde die Umrüstung der Dreamliner mindestens drei Monate dauern, schrieb die Zeitung, die in Seattle, dem Sitz des Konzerns erscheint.

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