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Deutsche Rüstungsunternehmen: Wert der Waffenexporte verdoppelt


Rüstungsindustrie  

Wert der Waffenexporte in die Golfregion verdoppelt sich

22.02.2013, 11:19 Uhr | AFP, t-online.de

Deutsche Rüstungsunternehmen: Wert der Waffenexporte verdoppelt. Deutsche Leopard-Panzer gehören zu den Exportschlagern der Rüstungsindustrie. (Quelle: dpa)

Deutsche Leopard-Panzer gehören zu den Exportschlagern der Rüstungsindustrie. (Quelle: dpa)

Die Golfstaaten sind weiter ein verlässlicher Geschäftspartner für deutsche Rüstungsunternehmen. Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, hat sich der Wert der in Deutschland genehmigten Waffenexporte in die Region im vergangenen Jahr mehr als verdoppelt. Ausfuhren von 1,42 Milliarden Euro seien nach Bahrain, Katar, Kuwait, Oman, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate genehmigt worden. Diese sechs Staaten bilden den "Golfkooperationsrat". Im Jahr 2011 lag der Exportwert noch bei 570 Millionen Euro.

Saudi-Arabien kauft mit Abstand am meisten

Die Zeitung beruft sich auf eine Antwort des Bundeswirtschaftsministeriums gegenüber der Fraktion der Linkspartei im Bundestag. Demnach handelt es sich um eine "vorläufige" Auswertung der 2012 erteilten Genehmigungen. Der mit weitem Abstand größte Anteil der Rüstungsexporte entfiel den Angaben zufolge mit einem Wert von 1,24 Milliarden Euro auf Saudi-Arabien, was dem Neunfachen des Vorjahreswerts entspreche. Davon wiederum seien 1,1 Milliarden Euro auf Grenzsicherungssysteme entfallen.

Waffenexporte speziell an die Saudis sehen viele wegen der angespannten Menschenrechtslage kritisch. So hatte Saudi-Arabien vor zwei Jahren Soldaten und Polizisten ins benachbarte Bahrain geschickt, als dort die Bevölkerung demonstrierte. Die Werte für die Vereinigten Arabischen Emirate und Oman seien deutlich zurückgegangen, jene für Bahrain und Katar gestiegen.

Deutlicher Anstieg bei Genehmigungen für Algerien

Einen Anstieg gab es in den vergangenen Jahren offenbar auch bei Lieferungen nach Algerien. Die Süddeutsche berichtet, 2012 habe der Wert der Genehmigungen bei 287 Millionen Euro gelegen. 2011 seien es 217 Millionen gewesen, 2010 nur etwa 20 Millionen Euro. Der Linken-Abgeordnete Jan van Aken sprach im Bericht daher von einer "gezielten Aufrüstung, um Algerien zu einer Art Saudi-Arabien des Maghreb zu machen".

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