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Boeing bemüht sich um Lösungen für den Pannen-"Dreamliner"


Boeing bemüht sich um Lösungen für den Pannen-"Dreamliner"

25.02.2013, 10:38 Uhr | AFP, dpa-AFX, t-online.de

Boeing bemüht sich um Lösungen für den Pannen-"Dreamliner". Bleibt vorerst am Boden: der Boeing 787 Dreamliner (Quelle: Reuters)

Bleibt vorerst am Boden: der Boeing 787 Dreamliner (Quelle: Reuters)

Dem US-Flugzeugbauer Boeing kann es nicht schnell genug gehen, bis sein pannengeplagter Dreamliner wieder abheben darf. Derzeit gilt für das Modell ein weltweites Flugverbot, nachdem es Anfang und Mitte Januar auf zwei Flügen zu Bränden kam. Jetzt stellte Boeing mögliche Lösungen vor - Details gab es vorerst nicht.

Genaue Brandursache ist noch unklar

Manager des Flugzeugbauers präsentierten hochrangigen Vertretern der US-Luftfahrtaufsicht FAA ihre Vorschläge für die Probleme mit den verwendeten brandgefährlichen Batterien. Die FAA und andere Luftfahrtbehörden hatten dem Langstreckenjet nach einem Feuer und einem Schmorbrand an zwei Batterien die Starterlaubnis entzogen. Was genau die Brände verursacht hat, ist allerdings weiter unklar.

Ein Titanmantel als Übergangslösung?

Die Zeitung "Seattle Times" hatte bereits vor zwei Wochen berichtet, Boeing habe eine Übergangslösung für das Problem mit den Batterien gefunden. Sie sollen demnach teilweise mit Titan oder Stahl ummantelt werden. Außerdem sollten Leitungen gelegt werden, um im Fall eines Batteriebrandes den Rauch und die frei werdenden Gase nach außen zu leiten. Doch selbst wenn die FAA eine Genehmigung erteile, werde die Umrüstung der Dreamliner mindestens drei Monate dauern, schrieb die Zeitung, die in Seattle, dem Sitz des Konzerns erscheint.

Die FAA erklärte in einer Stellungnahme, sie werde Boeings Vorschläge genau analysieren. Aber erst wenn sie absolut sicher sei, dass die Batterieprobleme behoben seien, dürften die zwangspausierten Flieger wieder in den Liniendienst gehen.

Branchenkenner: Grünes Licht nicht vor April

Bis die Behörde grünes Licht gibt und die notwendigen Umbauen an den 50 bislang ausgelieferten Dreamlinern ausgeführt sind, dürfte es nach Ansicht von Branchenkennern allerdings April werden.

Die japanische Fluggesellschaft All Nippon Airways (ANA) lässt ihre 17 Dreamliner sogar bis mindestens Ende Mai am Boden. In den Monaten April und Mai würden 1714 Flüge gestrichen, teilte die Airline mit. Betroffen seien neben 1250 Inlandsflügen auch 464 internationale Flüge mit Zielen wie Frankfurt am Main, Seoul und Seattle. Insgesamt habe ANA seit dem Flugverbot im Januar mehr als 3600 Flüge annullieren müssen. All Nippon Airways ist Boeings größter Dreamliner-Abnehmer.

Boeing stoppte die Auslieferung seines einstigen Prestigeflugzeugs, bis das Problem geklärt ist. Die Produktion läuft allerdings weiter, jede Woche verlässt ein neuer Dreamliner die Hallen. Derzeit nimmt der US-Konzern Testflüge vor, bei denen Daten zu den problematischen Lithium-Ionen-Batterien gesammelt werden sollen.

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