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Goldman Sachs erklärt Gold-Hausse für beendet


Goldman Sachs ruft Ende der Gold-Hausse aus

26.02.2013, 19:23 Uhr | t-online.de, sky

 Goldman Sachs erklärt Gold-Hausse für beendet. Goldman Sachs sieht Wende im Goldpreis eingeleitet (Quelle: Thinkstock, dpa - Montage: t-online.de)

Goldman Sachs senkt die Prognose für den Goldpreis (Quelle: Thinkstock, dpa - Montage: t-online.de)

Goldman Sachs senkt den Daumen für Gold: Die US-Investmentbank hat ihre Prognose für den Goldpreis drastisch reduziert. Als Grund nannten die Experten vor allem Anzeichen dafür, dass die US-Wirtschaft an Schwung gewonnen habe. Für die seit 2001 laufende Hausse sieht Goldman Sachs schwarz: Die Wende im Gold-Zyklus laufe wohl schon längst. Wenn auch der Goldpreis am Dienstag auf 1616 Dollar je Unze anzog, sorgte das Verdikt am Finanzmarkt dennoch für Aufsehen – die Investmentbank genießt besonderes Ansehen an der Wall Street. Die Commerzbank widersprach dieser Prognose im Gespräch mit t-online.de.

Goldman Sachs senkt Preisziel für Gold

Die US-Investmentbank senkte nun ihre Preisziele: Auf Sicht von drei Monaten reduzierte sie die erst im Dezember abgegebene Prognose von 1825 auf 1615 Dollar je Feinunze. Mit dem Zeithorizont von sechs Monaten senkten die Experten den Ausblick von 1805 auf 1600 Dollar je Unze. Und für zwölf Monate rutschte die Preisprognose für die 31,1 Gramm von 1800 Dollar auf 1550 Dollar.

Ende vorigen Jahres hatte Goldman Sachs eine Wende in der Gold-Hausse avisiert - allerdings erst für die zweite Jahreshälfte 2013.

Zwölf Jahre Hausse vor dem Ende?

Nun sieht Goldman Sachs ein früheres Ende des rund zwölf Jahre dauernden Bullenmarktes: "Die Wirtschaft in den USA erholt sich laut jüngsten Konjunkturdaten schneller als von vielen erwartet", schrieben die Analysten Jeffrey Currie und Damien Courvalin.

Die Analysten erwarten nun ein Anziehen der Realzinsen, eine Entspannung der Lage im US-Kongress im Ringen um das Fiscal Cliff und eine geringere Wahrscheinlichkeit einer Rezession in den USA. Ferner werde die Haltung der US-Notenbank in Bezug auf das Anleihekaufprogramm skeptischer hinterfragt und die fiskalischen Risiken in den USA und in Europa entspannter gesehen.

Der Sturz beim Goldpreis könne schneller und stärker ablaufen als erwartet, da sich die Netto-Longpositionen bei den Futures an der Edelmetall-Börse Comex und bei Indexfonds (Exchange Traded Funds - ETF) auf Rekordhöhe hielten, hieß es weiter.

Der abrutschende Goldpreis in den vergangenen zwei Wochen bis auf 1556 Dollar habe gezeigt, dass vor allem bei ETFs der Glaube an das Edelmetall abnehme. "Die Motivation, Gold zu halten, hat sich rasch verringert."

Die Commerzbank widerspricht

Die Experten der Commerzbank sehen dagegen keinesfalls eine Trendwende bei Gold, wie Analyst Carsten Fritsch im Gespräch mit t-online.de erläuterte. Eine Kehrtwende werde erst dann einsetzen, wenn sich die grundlegenden Rahmenbedingungen ändern würden.

"Dies wäre eine Abkehr von der ultralockeren Geldpolitk der großen Zentralbanken in den Industrieländern – doch die drucken unter dem Namen Quantitative Easing weiter Geld. Zudem liegen die Leitzinsen weiter nahe Null, der Kapitalmarktzins wird ferner durch den Kauf von Anleihen gedeckelt."

Und weiter erläuterte Fritsch: "Die Realzinsen – also die Nominalzinsen abzüglich der Inflationsrate – sind vielfach sogar negativ. In der Vergangenheit war dies immer ein Faktor für Goldkäufe".

Für Gold sieht das Kreditinstitut daher noch Luft nach oben: Das Preisziel der Commerzbank liegt für Ende 2013 bei 2000 Dollar je Unze, der Goldpreis im Jahresschnitt bei 1875 Dollar. Auch für Ende 2014 erwartet die Bank einen Preis von 2000 Dollar je Feinunze, hier soll der Preis im Schnitt sogar bei 2050 Dollar liegen.

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