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So verdienen Sie mit Zertifikaten am Rauchen


Tabak-Zertifikat: Der Qualm als Finanzierungslösung

04.03.2013, 11:40 Uhr | ZertifikateJournal AG

So verdienen Sie mit Zertifikaten am Rauchen. Tabak bleibt ein interessantes Investment (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Weltweit wird weiter kräftig geraucht (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Rauchen ist ungesund und verursacht Krebs. Dies können wir inzwischen auf jedem Zigaretten-Päckchen in dicken Lettern lesen. Und es entspricht natürlich auch der Wahrheit. Trotzdem können sich viele Menschen von ihrer Sucht nicht lösen – sie greifen unvermindert zum Glimmstängel, obwohl das "Vergnügen" immer teurer wird. Per Tabak-Zertifikat kann man partizipieren.

Heftiges Qualmen in Griechenland

Während allerdings in Deutschland die Raucher-Fraktion kontinuierlich auf dem Rückzug ist und vor allem die junge Generation immer weniger zur Zigarette greift, sind die Griechen Europas "Rauch-Weltmeister". Rund 40 Prozent der Bevölkerung greifen zu dieser Droge, während es Europaweit "nur" rund 29 Prozent sind. Deutschland liegt dabei im unteren Drittel, mit einer Quote von rund 26 Prozent.

EU-Gesundheitskommissar Tonio Borg hat den rauchfreudigen Griechen einen Tipp gegeben. Er schlägt vor, dass die Hellenen das Rauchen einstellen sollen. Nach Ansicht des Maltesers besteht ein Zusammenhang zwischen Konjunkturentwicklung und Raucherei. So geht der Kommissar davon aus, dass die Produktivität unter der Qualmerei leidet. Auch die Tatsache, dass die Tabaksteuer-Einnahmen eine nicht unwichtige Einnahme für den Staat darstellen, lässt Borg nicht gelten. Vielmehr geht er davon aus, dass die Konsumausgaben nicht fallen würden, da die Bürger dann andere Dinge kaufen.

Deutsche drehen selbst

In Deutschland ist das anders: So beschloss schon im Jahr 2003 die damals regierende rot-grüne Regierung eine Erhöhung um einen Euro pro Schachtel. Die daraus resultierenden Mehreinnahmen von rund drei Milliarden Euro sollten vollständig in das Gesundheitssystem fließen und zu einer Senkung des Kassen-Beitrags führen.

In der Praxis hat dies jedoch nur teilweise funktioniert. Die Bürger sind vielfach zum "Selberdrehen" übergegangen und haben zu dem steuerlich günstigeren Feinschnitt gegriffen. Dies hat auch Finanzminister Wolfgang Schäuble erkannt. Daher will er hier nun zeitnah stärker abkassieren.

Japan Tobacco soll privatisiert werden

Einen anderen Weg gehen derzeit die Japaner. Auch dort soll der Tabak zur Finanzierung des Staatshaushalts stärker herangezogen werden. Allerdings auf einem völlig anderem Weg. So plant die Regierung die weitere Privatisierung von Japan Tobacco, an dem der Staat derzeit rund 50 Prozent hält. Cirka 16 Prozent sollen angeboten werden.

Auf Basis des aktuellen Börsenkurses könnten – umgerechnet – somit knapp zehn Milliarden US-Dollar dem Staat zufließen. Das Geld soll dann insbesondere zur Finanzierung des Aufbaus nach dem Tsunami von vor zwei Jahren dienen.

Ein Index für Tabak-Aktien

In den Tabak-Auswahlindex NYSE ARCA Tobacco (früher AMEX Tobacco) wird es Japan Tobacco trotzdem nicht schaffen. Denn das Barometer besteht nur aus Werten, die an US-Börsen gehandelt werden. Aktuell haben es zehn Werte in den Index geschafft. Schwergewichte sind Vector Group (10,4 Prozent), Philip Morris (10,3 Prozent), Reynolds American (10,2 Prozent) und Altria (10,1 Prozent).

Jeweils vierteljährlich wird die Zusammensetzung überprüft. Dabei werden auch die Gewichte aller Index-Mitglieder immer wieder gleichgestellt. So kann ein Klumpenrisiko vermieden werden. Gleichzeitig werden indirekt Gewinne bei den gut gelaufenen Titeln mitgenommen.

Tabak-Zertifikat von der HypoVereinsbank

Der Index ist bei der HypoVereinsbank via Tracker handelbar (ISIN DE000HV5CGB5). Das nicht währungsgesicherte Zertifikat bezieht sich auf den Kursindex. Dividenden gehen also verloren. Dafür nehmen die Italo-Münchner auf Zertifikate-Ebene keine jährlichen Gebühren. Die etwas längerfristige Performance des Zertifikats kann sich sehen lassen. Auf Sicht von zwei Jahren ging es um 35 Prozent nach oben.

Zum Vergleich: Ein Index-Tracker ohne Währungssicherung auf den S&P 500 hätte im selben Zeitraum "nur" ein Plus von ca. 18 Prozent geschafft. Trotzdem handelt es sich um ein eher defensives Investment. Denn dynamisch wachsen wird der Markt nicht. Aber geraucht wird auch oder gerade in Krisenzeiten. Die Griechen sind dafür das beste Beispiel.

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