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Merck steigert Konzernergebnis: Sparprogramm zeigt Wirkung


Sparprogramm bei Merck zeigt Wirkung

08.03.2013, 08:33 Uhr | dpa, dpa-AFX

Merck steigert Konzernergebnis: Sparprogramm zeigt Wirkung. Der Arzneimittelhersteller befindet sich in einer wichtigen Umstrukturierungs-Phase (Quelle: dpa)

Der Arzneimittelhersteller befindet sich in einer wichtigen Umstrukturierungs-Phase (Quelle: dpa)

Das harte Sparprogramm des Pharma- und Chemiekonzerns Merck trägt erste Früchte. Der Arzneimittelhersteller konnte sein operatives Ergebnis erhöhen. Auch die Aktionäre können sich über eine hohe Dividende freuen.

Das operative Konzernergebnis vor Sondereinflüssen (EBITDA) sei um rund neun Prozent auf drei Milliarden Euro gestiegen. Sprudelnde Erlöse im Flüssigkristall-Geschäft und Preiserhöhungen im Pharmageschäft in den USA trieben die Gesamtumsätze um 8,7 Prozent auf 11,2 Milliarden Euro in die Höhe. Wegen der Kosten für den Personalabbau sank allerdings der Nettogewinn um 6,6 Prozent auf 567 Millionen Euro.

Überrascht von hoher Dividende

Auch die Aktionäre sollen profitieren: Um 13 Prozent auf 1,70 Euro je Aktie soll die Dividende für das abgelaufene Geschäftsjahr steigen. Am Markt stießen Bilanz, Ausblick und die unerwartet hohe Dividende auf ein positives Echo. Merck-Titel legten am Mittag um 3,6 Prozent und damit stärker als der Markt zu.

Der Bayer-Konkurrent hatte im Vorjahr ein umfangreiches Restrukturierungsprogramm mit Stellenstreichungen auf den Weg gebracht. Ziel ist es, vor allem in der von Rückschlägen bei der Produktentwicklung geplagten Pharmasparte Merck Serono die Profitabilität und Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Der Bereich, in dem Merck das Geschäft mit patentgeschützten Medikamenten gebündelt hat, trägt den größten Batzen zum Konzernumsatz bei.

Harte Sparmaßnahmen

2012 hat Finanzvorstand Matthias Zachert mit 115 Millionen Euro mehr eingespart als ursprünglich geplant. Insgesamt rechnet Merck für die gesamte Gruppe nun ab 2018 mit Einsparungen von 385 Millionen nach bisher geplanten 365 Millionen Euro.

Doch der Konzernumbau kostet auch Geld: Zwei Drittel der 2012 entstandenen Restrukturierungskosten entfielen auf Merck Serono, hieß es. Insgesamt schlugen bei der Merck-Gruppe Kosten für den Personalabbau und die Umstrukturierung in Höhe von 664 Millionen Euro zu Buche.

Die Einschnitte beim DAX-Konzern treffen auch die deutsche Belegschaft: Bis Ende 2015 soll nach früheren Aussagen etwa jeder Zehnte der insgesamt 10.900 Arbeitsplätze hierzulande wegfallen. Allein in Darmstadt sind 750 Arbeitsplätze betroffen. Ende 2012 beschäftigte Merck noch rund 38.800 Mitarbeiter weltweit - vier Prozent weniger als im Vorjahr.

Geschäft um Flüssigkristalle zahlt sich aus

Die lebhafte Nachfrage im lukrativen Flüssigkristall-Geschäft und Preiserhöhungen für das Multiple Sklerose-Mittel Rebif in den USA trieben die Gesamtumsätze deutlich die Höhe. Auch die Nachfrage aus den Schwellenländern florierte. Bei den Flüssigkristallen, die unter anderem in Laptops, Flachbildschirmen und Handys eingesetzt werden, ist der hessische Traditionskonzern Weltmarktführer.

Mit seinen vier Sparten Merck Serono, Consumer Health Care, Performance Materials und Merck Millipore ist der Hersteller von Nasivin oder Multibionta breit aufgestellt. Mögliche Zukäufe oder Verkäufe waren zuletzt kein Thema, zumal das Sparprogramm derzeit keine Übernahmen vorsieht. Die durch den Kauf des Laborausrüsters Millipore gestiegene Verschuldung hat Merck 2012 um rund 44 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro zurückgefahren.

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