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Pharmaindustrie: Konzerne geraten weiter unter Druck


Pharmaindustrie: Konzerne geraten weiter unter Druck

13.03.2013, 16:37 Uhr | dpa, dapd

Pharmaindustrie: Konzerne geraten weiter unter Druck. Tabletten in der Tablettenproduktion eines Pharmaherstellers  (Quelle: dapd)

Tabletten in der Tablettenproduktion eines Pharmaherstellers (Quelle: dapd)

Sinkende Preise und eine stagnierende Nachfrage in angestammten Märkten dürften der Pharmabranche auch in den kommenden Jahren zusetzen. Zu dieser Einschätzung kommt die Unternehmensberatung Ernst & Young. "Die Margen der Pharmakonzerne geraten weiter unter Druck", sagte Experte Gerd Stürz bei der Vorstellung einer Studie. Darin wurde die Umsatz- und Gewinnentwicklung der 20 weltweit größten Arzneimittelhersteller für die Jahre 2011 und 2012 ausgewertet.

Patentverluste gefährden Umsatz

Einige Unternehmen hätten vielversprechende neue Wirkstoffe in der Entwicklung. Doch dürften angesichts von Patentverlusten die Preise für Medikamente mit einem Umsatz von rund 150 Milliarden US-Dollar bis zum Jahr 2016 unter Druck geraten. Und während für die Unternehmen der Anteil der Forschungs- und Entwicklungsausgaben am Umsatz im Vorjahr von 14,5 auf 14,8 Prozent gestiegen sei, sei die noch immer sehr komfortable EBIT-Marge von 26,2 auf 25,5 Prozent gefallen.

Als Gründe für die sinkenden Gewinne machten die Autoren der Studie aber auch Sparmaßnahmen im Gesundheitswesen der Industrieländer aus und die Konkurrenz durch günstigere Nachahmerprodukte. Beispielsweise läuft im Juni der Patentschutz für Viagra aus.

"Branche muss Antworten finden"

Die Situation werde sich noch verschärfen, sagte der Leiter des Bereichs Lebenswissenschaften bei Ernst & Young, Gerd Stürz. "Die Margen der Pharmakonzerne geraten weiter unter Druck", fügte er hinzu. Das durchschnittliche jährliche Marktwachstum in den entwickelten Ländern wird bis 2016 Prognosen zufolge zwischen ein und vier Prozent liegen. "Die Branche muss Antworten auf die Frage finden, wo in Zukunft noch Wachstum herkommen soll", sagte Stürz.

Eine Antwort besteht bisher in Kostensenkungsprogrammen. Zudem stiegen die Ausgaben für die Entwicklung neuer Produkte - wenn auch verhalten. Die Unternehmen investierten 2012 für Forschung und Entwicklung währungsbereinigt mit knapp 70 Milliarden Euro etwa ein Prozent mehr als im Vorjahr.

Unternehmen fehlt die Feuerkraft

Durch Übernahmen ist Stürz zufolge ebenfalls kein großartiges Wachstum zu erwarten. Wurden 2009 noch 101 Milliarden Dollar für Zukäufe ausgegeben, flossen 2012 dafür nur noch 28 Milliarden Dollar. "Die Feuerkraft der Unternehmen ist gesunken", konstatierte Stürz.

Nötig ist dem Experten zufolge die Erschließung neuer Märkte in den Schwellenländern. "Allerdings herrscht dort ein niedrigeres Preisniveau - was sich auf die Marge auswirken dürfte", sagte er.

Zudem müssten sich die Unternehmen deutlich umstellen. Ein direkter Kontakt zwischen Patienten und Pharmaunternehmen sei bislang kaum zustande gekommen. "Das wird sich in Zukunft ändern", ist sich Stürz sicher. Die Unternehmen suchten zunehmend den direkten Kontakt zu den Patienten und böten ihnen Serviceleistungen an, beispielsweise die Überwachung von Therapien über Apps für Smartphones.

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