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BMW bremst trotz Rekordjahr Euphorie


BMW bremst trotz Rekordjahr Euphorie

19.03.2013, 12:46 Uhr | dpa

BMW bremst trotz Rekordjahr Euphorie . Trotz Autokrise geht es bei BMW weiter voran (Quelle: dapd)

Trotz Autokrise geht es bei BMW weiter voran (Quelle: dapd)

Der deutsche Autobauer BMW dämpft nach einem weiteren Rekordjahr für 2013 die Hoffnung auf weiter wachsende Gewinne. Zwar wolle BMW auch in diesem Jahr wieder Bestwerte beim Verkauf erzielen, mehr Geld werden die Münchner aber möglicherweise damit nicht verdienen. "Angesichts hoher Aufwendungen für neue Technologien und Modelle sowie Investitionen in das Produktionsnetzwerk erwarten wir ein Konzernergebnis vor Steuern in der Größenordnung des Jahres 2012", sagte BMW-Chef Norbert Reithofer.

Sein Finanzvorstand Friedrich Eichiner hatte noch im Dezember gesagt, der Konzern wolle "wenn es irgendwie möglich sein wird" 2013 auch mehr Geld verdienen.

Trotz Autokrise geht es BMW gut

Neben den Ausgaben für neue Technik, Modelle und Anlagen macht vor allem die anhaltende Autokrise in Europa den Münchner Sorgen, aber auch die nach wie vor unsicheren Konjunkturaussichten für die Wachstumsmärkte in den Schwellenländern trüben die Zuversicht - nicht nur bei BMW.

Dabei geht es dem Oberklassehersteller vor allem dank der Geschäfte in China oder den USA blendend. 2012 übertraf das bisherige Rekordjahr 2011: Unter dem Strich verdiente der Konzern 5,1 Milliarden Euro, ein Plus von vier Prozent. Und der Umsatz kletterte um 11,7 Prozent auf knapp 77 Milliarden Euro.

Rekord bei Autoverkäufen

Vor allem hat BMW 2012 so viele Autos verkauft wie nie zuvor. Weltweit lieferten die Münchner 1,85 Millionen Fahrzeuge der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce aus. Das waren fast elf Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Bis 2016 will der Konzern zwei Millionen Wagen absetzen, ein Ziel, das inzwischen auch früher erreichbar scheint.

Um diese Marke zu schaffen, müssten die Bayern ihren Absatz in diesen vier Jahren jährlich um rund zwei Prozent steigern - angesichts der Zuwachsraten der vergangenen Jahre eine überschaubare Herausforderung. Allerdings hält die Konzernführung bisher weiter am Ziel 2016 fest.

Aktie profitiert von Aussagen

Die BMW-Titel sind am Dienstag nach positiv aufgenommenen Aussagen zur künftigen Geschäftsentwicklung deutlich ins Plus gesprungen. Zuletzt notierten sie 1,2 Prozent höher bei 71,02 Euro.

Rivalen im Rückspiegel

Seine führende Position vor den Rivalen Audi und Daimler will Reithofer halten. Die beiden Verfolger wollen beide bis 2020 allerdings an BMW vorbei. Bisher sehen die VW-Tochter und die schwächelnde Marke Mercedes-Benz allerdings nur die Rücklichter der Münchner. Von diesem Erfolg profitiert auch der Chef persönlich: Insgesamt verdiente der Manger 2012 gut 6,6 Millionen Euro. Das entspricht einem Plus von rund 7,6 Prozent, wie aus dem Geschäftsbericht des Konzerns hervorgeht.

Reithofer liegt damit im Vergleich seiner Kollegen an der Spitze der 30 DAX-Konzerne zwar gut im Rennen, im Vergleich mit den beiden anderen Autobauern im wichtigsten deutschen Aktienindex ist der Bayer allerdings Schlusslicht. Daimler-Chef Dieter Zetsche verdiente 2012 rund 8,2 Millionen Euro und Martin Winterkorn kommt nach seinem Gehaltsverzicht noch immer auf 14,5 Millionen Euro.

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