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Neuer Pferdefleisch-Skandal? Niederlande rufen Fleisch zurück


Niederländische Behörden rufen 50.000 Tonnen Fleisch zurück

10.04.2013, 22:02 Uhr | AFP, dapd, dpa, t-online.de

Neuer Pferdefleisch-Skandal? Niederlande rufen Fleisch zurück. Pferdefleisch: Großhändler in den Niederlanden unter Verdacht (Quelle: dpa)

Pferdefleisch: Großhändler in den Niederlanden unter Verdacht (Quelle: dpa)

Ein neuer Pferdefleisch-Skandal droht: Die niederländischen Behörden haben rund 50.000 Tonnen Fleisch aus mehreren europäischen Ländern, darunter Deutschland, vom Markt zurückgerufen. Das Fleisch sei möglicherweise mit nicht-deklariertem Pferdefleisch vermischt, erklärte die Kontrollbehörde für Nahrungsmittel.

Die Herkunft des Fleisches sei unklar, die Sicherheit könne daher nicht garantiert werden. Es gebe aber zurzeit keine konkreten Hinweise auf Gefahren für Menschen. Betroffen sind demnach Fleischlieferungen des niederländischen Großhändlers Willy Selten.

Gegen Selten wird bereits seit Februar ermittelt. Er hatte Pferdefleisch mit Rindfleisch vermengt und als reines Rindfleisch verkauft. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft ergaben nun, dass der Betrieb die Herkunft seiner Ware seit 2011 nicht registriert hatte.

130 niederländische Kunden des Großhändlers und etwa 370 Betriebe in anderen Ländern - neben der Bundesrepublik vor allem Portugal, Spanien und Frankreich - würden nach der aktuellen Erkenntnis aufgerufen, die Produkte, die Fleisch von Selten enthalten, vom Markt zu nehmen.

Deutsche Behörden werden informiert

Die deutschen Behörden wurden über den Rückruf informiert. Konkrete Hinweise darauf, ob und wo das Fleisch auch in Deutschland auf den Markt gekommen ist, gibt es jedoch noch nicht. Ein Sprecher des Verbraucherschutzministeriums in Berlin sagte, sobald solche Erkenntnisse vorlägen, müssten die Lieferungen aus dem Handel genommen werden.

Eine Warnmeldung Den Haags "an bis zu 16 EU-Mitgliedstaaten, darunter Deutschland" mit detaillierteren Angaben zum genauen Produkt, den betroffenen Chargen und Liefermengen werde am Donnerstagvormittag erwartet. Vorher könne auch nicht ermittelt werden, ob es sich um neue Fälle oder schon aus dem Verkehr gezogene Produkte handelt.

Teil des Fleisches schon gegessen

Die Ware sei zwischen Januar 2011 und Februar 2013 ausgeliefert und ein großer Teil wahrscheinlich bereits konsumiert worden, erklärte ein Sprecher der niederländischen Behörde, um jedoch hinzuzufügen: "Viel wurde auch in Tiefkühlmahlzeiten verarbeitet, und Frikadellen oder Hamburger sind sehr lange haltbar."

Nach der Benachrichtigung über das Schnellwarnsystem und die zuständigen Behörden haben die 500 betroffenen Lebensmittelfirmen zwei Wochen Zeit, das Ergebnis ihrer internen Prüfungen nach Den Haag zu übermitteln.

Es wird auch nicht ausgeschlossen, dass Verbraucher aufgefordert werden, Produkte zurückzugeben oder zu vernichten.

Nicht der erste Pferdefleisch-Skandal

Erst vor Kurzem hatte ein Pferdefleisch-Skandal für Aufsehen gesorgt. Nachdem im Januar zunächst die irische Lebensmittelaufsicht Spuren von Pferdefleisch in Hamburgern gefunden hatte, weitete sich dies bis Februar zu einem europaweiten Skandal aus.

In Deutschland wurden Mitte Februar erstmals Spuren in einer Tiefkühl-Lasagne mit angeblicher Rindfleischfüllung festgestellt, später auch Dönerspieße oder Rindergulasch positiv getestet.

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