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Zeitung: Bafin drängt Deutsche Bank zu personellen Konsequenzen


Zeitung: Bafin drängt Deutsche Bank zu personellen Konsequenzen

14.04.2013, 16:39 Uhr | dpa

Zeitung: Bafin drängt Deutsche Bank zu personellen Konsequenzen. Die Deutsche Bank soll wegen der vielen Rechtsstreitigkeiten Konsequenzen ziehen (Quelle: imago images)

Die Deutsche Bank soll wegen der vielen Rechtsstreitigkeiten Konsequenzen ziehen (Quelle: imago images)

Nach einer Reihe von Negativschlagzeilen bei der Deutschen Bank drängt die oberste deutsche Finanzaufsicht den Branchenprimus einem Bericht des "Spiegel" zufolge zu personellen Konsequenzen. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) habe Rechtsvorstand Stephan Leithner offenbar in einem Brief nahegelegt, den Leiter der Rechtsabteilung, Richard Walker, zu ersetzen, meldete das Nachrichtenmagazin.

Druck auf Jain-Vertrauten

Der 62 Jahre alte Amerikaner gilt dem Bericht zufolge als enger Vertrauter von Anshu Jain, einem der beiden Co-Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bank, und stehe unter Druck, weil sich Schadenersatzklagen und staatsanwaltschaftliche Ermittlung häuften.

Ein Sprecher der Deutschen Bank sagte auf Anfrage lediglich: "Richard Walker als Leiter der Rechtsabteilung genießt das volle Vertrauen der Deutschen Bank." Die Bafin wollte sich laut "Spiegel" nicht äußern und war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Bank in mehrere Rechtsstreitigkeiten verwickelt

In den vergangenen Wochen und Monaten war Deutschlands größte Bank immer wieder wegen ihrer vielen Rechtsstreitigkeiten in die Schlagzeilen geraten.

Drei neue Aufsichtsräte

Außerdem wurde bekannt, dass die frühere Finanzchefin der US-Großbank JP Morgan Chase, Dina Dublon, in den Aufsichtsrat der Deutschen Bank einziehen soll. Die 59-Jährige ist eine von drei neuen Kandidaten für das Kontrollgremium des größten deutschen Geldhauses. Ein Sprecher des Instituts bestätigte einen entsprechenden Bericht der "Süddeutschen Zeitung" (SZ). Dublon lehrt demnach derzeit an der Elite-Universität Harvard.

Neben Dublon sollen künftig auch der Jurist Georg Thoma (68), der als Rechtsanwalt für die Kanzlei Shearman & Sterling in Düsseldorf arbeitet, und John Cryan (52) die Deutsche Bank kontrollieren. Der Brite war dem Bericht zufolge bis 2011 als Finanzchef der Schweizer Großbank UBS tätig und arbeitet derzeit für Temasek, den Staatsfonds von Singapur.

Entscheidung im Mai

Über alle drei Personalien soll auf der Hauptversammlung der Deutschen Bank im Mai abgestimmt werden. Aus dem Aufsichtsrat ausscheiden sollen Karl-Gerhard Eick, Tilman Todenhöfer und Werner Wenning.

Aufsichtsratschef ist Paul Achleitner. Insgesamt hat das Gremium 20 Mitglieder. Darunter sind auch Siemens-Chef Peter Löscher und E.ON-Chef Johannes Teyssen.

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