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Lufthansa-Streik: Ver.di droht mit neuen Warnstreiks


Ver.di droht mit neuen Warnstreiks bei der Lufthansa

18.04.2013, 08:23 Uhr | dpa

Lufthansa-Streik: Ver.di droht mit neuen Warnstreiks . Airbus A380 der Lufthansa im Landeanflug (Quelle: Reuters)

Airbus A380 der Lufthansa im Landeanflug (Quelle: Reuters)

Bei der Lufthansa bahnen sich weitere Streiks an. Die Gewerkschaft Ver.di bezeichnete das unterbreitete Tarifangebot des Unternehmens für rund 33.000 Beschäftigte als "Skandal" und "Provokation". Es sei jetzt mit erneuten Arbeitsniederlegungen zu rechnen, kündigte Ver.di-Verhandlungsführerin Christine Behle nach Ende der dritten Verhandlungsrunde in Mörfelden-Waldorf bei Frankfurt an. Die Gewerkschaft wolle Streiks aus Rücksicht auf die Passagiere frühzeitig bekanntgeben. Die Beschäftigten hatten bereits am 21. März rund 700 Flüge ausfallen lassen.

Lufthansa verteidigt Angebot

Lufthansa-Personalvorstand Stefan Lauer verteidigte seine Offerte mit einer Laufzeit von 29 Monaten und abgestuften Gehaltserhöhungen für verschiedene Beschäftigtengruppen. "Mit diesem Angebot in einem Gesamtvolumen von bis zu 2,7 Prozent für die Deutsche Lufthansa AG und bis über drei Prozent bei der Lufthansa Technik leisten wir einen konstruktiven und differenzierten Beitrag, der die wirtschaftliche Situation des Lufthansa-Konzerns sowie seiner Geschäftsfelder reflektiert", erklärte Lauer.

Lufthansa sei grundsätzlich auch bereit zur Beschäftigungssicherung. Dies sei aber abhängig von Beiträgen der Beschäftigten zum laufenden Sparprogramm.

Unternehmen spielt mit Ängsten der Angestellten

Ver.di-Verhandlungsführerin Behle sieht die Arbeitgeber nach wie vor am Zug: "Die Arbeitgeber haben es nach wie vor in der Hand, die Situation zu entschärfen und die Weichen in Richtung einer Lösung zu stellen", betonte sie. Sie warf dem Unternehmen vor, mit den Ängsten der Beschäftigten zu spielen, wenn keine Aussagen zur Beschäftigungssicherung gemacht würden.

Ver.di verlangt für die Beschäftigten neben den Jobgarantien 5,2 Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von 12 Monaten.

Auch Piloten verhandeln über neue Tarife

Mit einem Abschluss war am Mittwoch nicht gerechnet worden, zumal laut Gewerkschaft bereits zwei weitere Verhandlungstermine bis in den Juni vereinbart sind. Die nächste Runde ist für den 29./30. April geplant. Auch die Piloten verhandeln über ein neues Tarifwerk. Im vergangenen Jahr hatten die Flugbegleiter gestreikt.

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