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Metzler-Experte: 15 Prozent Potenzial für Aktien


Aktien  

Metzler-Experte: 15 Prozent Potenzial für Europa-Aktien

23.04.2013, 17:34 Uhr | dpa-AFX, t-online.de, mmr

Metzler-Experte: 15 Prozent Potenzial für Aktien. Frankfurter Bankenviertel: Der konjunkturelle Nebel wird sich lichten und dürfte Standardaktien steigen lassen (Quelle: dpa)

Frankfurter Bankenviertel: Der konjunkturelle Nebel wird sich lichten (Quelle: dpa)

Trotz des derzeit labilen konjunkturellen Umfelds ist die Privatbank Metzler im Hinblick auf Aktien optimistisch gestimmt. Insbesondere in Europa hätten die Notierungen noch Luft nach oben, sagte Frank Naab, Leiter des Portfoliomanagements im Private Banking des Frankfurter Traditionshauses, bei einem Pressegespräch in Frankfurt. Er traut europäischen Aktien auf Sicht von zwölf Monaten einen Wertzuwachs von rund 15 Prozent zu - wenn die Konjunktur mitspielt. Auf den DAX übertragen bedeutet dies ein Potenzial von gut 1000 Punkten auf ein neues Allzeithoch jenseits von 8500 Punkten.

Globale Konjunkturaufhellung erwartet

Für einen Aufschwung am Aktienmarkt sprächen die weiter sehr niedrigen Zinsen und die zu erwartende globale Konjunkturaufhellung, welche den Unternehmensgewinnen helfen sollte. In der Eurozone dürfte die Finanzpolitik zumindest eine Stabilisierung erreichen. Auch die günstigen Bewertungen und "die wieder zunehmenden Unternehmensfusionen und -übernahmen sind ein Indiz dafür, dass Aktien noch Wertsteigerungspotenzial haben", erklärte Naab. Die Konjunkturampel werde von derzeit gelb auf grün springen.

Deutsche Dividendentitel im Fokus

Zu Naabs Investment-Favoriten gehören weiterhin deutsche Dividendentitel, was er mit der starken Kombination aus Industriekompetenz und den dazu passenden Dienstleistungen in Deutschland begründete. Dabei traut er den Titeln der großen DAX-Konzerne mehr zu als den bereits stark gelaufenen Small- und Mid-Caps. "Fuchs Petrolub und Südzucker sind gute Unternehmen, aber man muss auch schauen, von wo die Bewertungen herkommen", führte er zwei Beispiele aus dem MDAX an, dessen Potenzial nach Rekordständen im vergangenen Jahr nun kleiner sei. Nach einer Konsolidierung sei ein erneutes Investment - vielleicht auch in Wacker Chemie - jedoch denkbar.

Gewinnplus von sechs bis sieben Prozent möglich

Der DAX scheiterte hingegen wiederholt an seinem Hoch aus dem Sommer 2007 und werde nun bevorzugt. Werte wie BASF und Siemens gehörten in das Metzler-Portfolio, dessen Aktienquote derzeit zu zwei Dritteln aus deutschen Aktien besteht. Auf Sicht von zwölf Monaten sollten die durchschnittlichen Unternehmensgewinne um sechs bis sieben Prozent anziehen. Das durchschnittliche Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) könne von derzeit 12,5 noch auf etwa 14 steigen.

Große Bewertungsdiskrepanzen

Neben der Marktkapitalisierung ist die Konjunktursensibilität für den Metzler-Experten ein wichtiges Anlagekriterium. Er setzt auf zyklische Industrie-, Chemie- und Autowerte, die besonders stark von einem Wirtschaftsaufschwung profitieren würden. "Ich habe lange nicht solche Bewertungsdiskrepanzen zwischen zyklischen und defensiven Aktien gesehen", betonte Naab. Konsumgüterhersteller wie Unilever oder Nestlé seien zwar zu Recht beliebt - "aber wer soll die Aktien noch kaufen, wenn sie schon so viele haben", fragte der Experte.

Verhalten bewertet Naab die Aussichten an den bereits rekordhohen US-Aktienmärkten, denen er nur noch ein moderates Aufwärtspotenzial einräumt. Dank der anziehenden Wirtschaft dürften die Anleger sich auch bald wieder auf die wachstumsstarken Schwellenländer fokussieren.

Risiko bedeutet Investment in überbewertete Vermögensgegenstände

Naab plädierte mit Blick auf das Zinsniveau und die verschärften Regulierungsbestimmungen für institutionelle Anleger für einen neuen Risiko-Begriff. Die falsche Gleichsetzung von Volatilität mit Risiko und die damit verbundene Begünstigung von Rentenpapieren zwinge die Investoren hierzulande zu falschen Anlageentscheidungen, was den Werterhalt ihres Vermögens beeinträchtige. "Das wahre Risiko ist die Investition in überbewertete Vermögensgegenstände und nicht die 15-prozentige Schwankungsbreite einer Aktie", monierte er.

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Privatkunden sind nun gefragt

Entsprechend ermutigte er Privatanleger, die nicht an dieselben Regulierungsvorschriften gebunden seien, zu einem verstärkten Aktien-Engagement. Zwar sei eine Aktienquote von 25 Prozent wie zu Beginn des 21. Jahrhunderts hierzulande kaum zu erreichen, so Naab. "Ich wäre aber schon erfreut, wenn sich die Aktienquote von heute unter fünf Prozent verdoppeln würde."

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