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VW. Gewinneinbruch trotz gestiegener Verkaufszahlen

Gewinneinbruch bei VW trotz gestiegener Verkaufszahlen

24.04.2013, 16:54 Uhr | dpa-AFX, AFP, t-online.de

VW. Gewinneinbruch trotz gestiegener Verkaufszahlen. Volkswagen kommt wie andere Autobauer unter die Räder eines schwachen Kfz-Marktes in Europa

Volkswagen kommt wie andere Autobauer unter die Räder eines schwachen Kfz-Marktes in Europa

Der flaue Kfz-Markt in Europa schlägt bei Volkswagen (VW) kräftig ins Kontor. Der größte Autobauer des Kontinents verzeichnete einen drastischen Gewinneinbruch im ersten Quartal 2013. Das Ergebnis nach Steuern betrug 1,95 Milliarden Euro, das entspricht einem Rückgang um 38,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Volkswagen könne sich dem "intensiven Wettbewerb und den daraus resultierenden Belastungen nicht vollständig entziehen", erklärte das Unternehmen.

Dabei hatte VW mit rund 2,4 Millionen Fahrzeugen sogar 4,8 Prozent mehr Autos ausgeliefert als vor einem Jahr. Dennoch schrumpfte neben dem Gewinn auch der Umsatz, wenngleich nur leicht um 1,6 Prozent auf 46,6 Milliarden Euro. Weiterhin geht der Konzern davon aus, sich in einem "herausfordernden Umfeld besser als der Gesamtmarkt entwickeln" zu können.

Börse reagiert mit Kursgewinnen

Die Börse reagierte erleichtert auf diese Kursbestätigung: VW-Aktien schossen nach der Bekanntgabe in die Höhe und legten um mehr als drei Prozent zu. Ein Händler sagte: "Das wichtigste ist die Bestätigung der Ziele für 2013, und das stützt die Aktien".

Die Tendenz zu einem schwierigen Jahresstart hatte Winterkorn schon im März bei der Vorlage der Bilanz 2012 durchblicken lassen. Für das Gesamtjahr 2013 peile VW ein Ergebnis aus dem laufendem Geschäft auf Höhe des Vorjahres an, hieß es nun. 2012 betrug der Umsatz 193 Milliarden Euro, der Gewinn lag bei 11,5 Milliarden Euro.

Porsche-Übernahme rettet die Zahlen

Und dabei bewahrte die erst im Sommer 2012 komplett erfolgte Porsche-Übernahme den VW-Gesamtkonzern vor einem noch stärkeren Umsatzminus. Die Sportwagenschmiede, die als profitabelster Autobauer der Welt gilt, lieferte im ersten Quartal 2013 rund 37.000 Fahrzeuge aus, floss aber im gleichen Zeitraum 2012 noch gar nicht in die Statistik ein. Das senkt alleine das Verkaufsplus für den Gesamtkonzern bereinigt um Porsche auf drei Prozent.

Da ein Porsche durchschnittlich 100.000 Euro Umsatz bringt, müssten für eine Vergleichbarkeit der Zahlen eigentlich fast vier Milliarden Euro von den Konzernerlösen abgezogen werden. Da Porsche neben Audi auch als Rendite-Juwel gilt, sind auch dort die Auswirkungen entsprechend.

Vor allem in Europa kämpfen die Hersteller derzeit mit teils hohen Rabatten um die wenigen Neuwagenkäufer. Erst am Morgen hatte Konkurrent Daimler seine Geschäftszahlen für das erste Quartal veröffentlicht und ebenfalls einen Gewinneinbruch vermeldet. Bei Daimler war das Ergebnis im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 60 Prozent auf 564 Millionen Euro zurückgegangen.

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