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Commerzbank-Aktie: Mysteriöser Kurssprung am Donnerstag


Kapitalherabsetzung  

Commerzbank-Aktie notiert nach Aktienzusammenlegung über 10 Euro

26.04.2013, 09:22 Uhr | dpa-AFX, t-online.de, mmr

Commerzbank-Aktie: Mysteriöser Kurssprung am Donnerstag. Commerzbank-Aktie nach Kapitalvernichtung nun optisch teurer (Quelle: Imago/ Ralph Peters)

Commerzbank-Aktie nach Kapitalvernichtung nun optisch teurer (Quelle: Imago/ Ralph Peters)

Die Aktionäre von Deutschlands meist gehandelter Aktie reiben sich verwundert die Augen. Noch am Dienstag notierte die Commerzbank-Aktie bei 1,08 Euro, am Donnerstag schwankt der DAX-Wert bei 10,30 Euro - ein Aufschlag von über 800 Prozent. Was ist passiert?

Rein bilanzielle Maßnahme

Deutschlands zweitgrößtes Geldhaus hat Aktien zusammengelegt. Zehn alte Commerzbank-Aktien wurden zu einem neuen Wertpapier gebündelt, der Kurs verzehnfachte sich dadurch. Der wertvollere Preis hat allerdings keine Auswirkungen auf das Vermögen der Anteilseigner, sondern ist reine Kurskosmetik. Die Commerzbank vollzieht damit die bei der Hauptversammlung am vergangenen Freitag beschlossene Zusammenlegung von Aktien.

Die Gesamtzahl der ausgegebenen Aktien ist von 5,83 Milliarden auf ca. 583 Millionen Stück gesunken. Mit dem Schritt bereitet die teilverstaatlichte Commerzbank die geplante Kapitalerhöhung im Volumen von 2,5 Milliarden Euro vor, mit der sie die verbliebenen direkten Staatshilfen aus der Zeit der Finanzkrise zurückzahlen möchte.

Keine Kapitalerhöhung für Penny Stocks möglich

Die Aktienzusammenlegung sollte verhindern, dass der Kurswert der CoBank-Aktie unter 1,00 Euro sinkt. Dann wäre eine Kapitalerhöhung unmöglich, da keine neue Aktie unter einem Nennwert von einem Euro ausgegeben werden darf. Die Kapitalerhöhung selbst soll Mitte Mai bis Anfang Juni über die Bühne gehen.

Neues Allzeittief, neue Wertpapier-Kennnummer und ISIN

Tatsächlich ist die neue, konvertierte Commerzbank-Aktie am Donnerstag auf ein neues Allzeittief gefallen. Nie zuvor notierte eine CoBank-Aktie bei 1,02 Euro (bzw. 10,20 Euro). Wichtig: Die konvertierten Anteilsscheine werden nun unter der neuen Wertpapierkennnummer WKN: CBK100 (ISIN: DE000CBK1001) an der Börse gehandelt. Diese ersetzt die bisherige, angesichts der enormen Kapitalvernichtung auch berüchtigte Kennnummer 803200 (ISIN: DE0008032004). Die Umstellung der Wertpapierbestände in den Depots der Commerzbank-Aktionäre erfolgt automatisch durch die depotführende Bank.

Spitzenausgleich vorgesehen - Weisung bis 6. Mai

Für Aktionäre, deren aktuelle Zahl an Aktien nicht durch 10 teilbar ist, ist ein so genannter 'Spitzenausgleich' vorgesehen. Der Anteilseigner kann vor der Kapitalerhöhung individuell entscheiden, ob er bei Aktienspitzen Commerzbank-Anteile zu Vollrechten hinzukauft oder Teilrechte abgibt. Hierfür erhält der Aktionär in den nächsten Tagen von seiner Depotbank ein entsprechend vorbereitetes Weisungsschreiben. Sofern der Aktionär seiner Depotbank nicht bis zum 6. Mai 2013 einen entsprechenden Auftrag zur Auf- oder Abrundung erteilt, werden die jeweiligen Aktienspitzen automatisch veräußert und Erlöse dem Anteilseigner gutgeschrieben.

Analysten sind zuversichtlich

Das Düsseldorfer Bankhaus Lampe hatte die Commerzbank kürzlich noch mit "Kaufen" und einem Kursziel von 1,70 Euro (neu also 17 Euro) in die Bewertung aufgenommen. Auf Sicht von zwölf Monaten sei ein geringerer als der aktuelle Bewertungsabschlag zum Sektor gerechtfertigt, schrieb Analyst Neil Smith in einer am Dienstag vorgelegten Branchenstudie. Die Gründe dafür seien eine stärkere Kapitalposition durch die Bezugsrechtsemission sowie mögliche Steuervorteile aus früheren Verlusten. Kurzfristig könnte der Kurs jedoch bis zum Ende der Handelsperiode für die Bezugsrechtsemission unter Druck bleiben.

Die NordLB ist deutlich bescheidener als die Lampe-Banker und hat das Kursziel für die Titel der Commerzbank nach der Aktienzusammenlegung auf 11,00 Euro angesetzt und die Einstufung auf "Halten" belassen. Mit der Einstufung "Halten" bewertet die NordLB Aktien, von denen sie erwartet, dass ihre Kursentwicklung zwischen minus zehn bis plus zehn Prozent schwanken wird. Sie meint daher: "Vorhandene Positionen können gehalten werden." Der Empfehlungshorizont bezieht sich auf einen Zeitraum zwischen sechs und zwölf Monaten.

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