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Schweizer Goldgeheimnis gelüftet


Schweizer Goldgeheimnis gelüftet

26.04.2013, 17:17 Uhr | t-online.de

Schweizer Goldgeheimnis gelüftet. Die Schweizerische Nationalbank hat ihr Goldgeheimnis bekanntgegeben (Quelle: imago images)

Welche Faktoren bewegen den Goldpreis - ist die Rally zu Ende? (Quelle: imago images)

Die Schweiz hat gut gehütete Geheimnisse - oft sogar gesetzlich geschützt. Doch eines ist jetzt gelüftet: Wie die Schweizer Notenbank mitteilte, lagern 70 Prozent ihrer mehr als 1040 Tonnen Goldreserven im eigenen Land. Rund 20 Prozent sind bei der Zentralbank von England, rund zehn Prozent der Reserven bei der Zentralbank von Kanada gebunkert, teilte der Präsident der Nationalbank, Thomas Jordan, auf der Generalversammlung der Aktionäre der Schweizerischen Nationalbank (SNB) mit.

Medienberichten zufolge habe eine Gold-Initiative die Nationalbank zu diesem Schritt gezwungen. Die Initiative fordert ein Stopp von weiteren Goldverkäufen. Zudem sollen die gesamten Reserven im Inland gelagert werden. Das Grundgesetz soll die Bestimmungen regeln.

Klare Kriterien für die Lagerung

Notenbank-Präsident sieht in der bisherigen Politik allerdings keine Gefahr für die Goldbestände. Bei der Auswahl der Standortländer orientiere sich die Zentralbank an festgelegten Kriterien: So sollen bei der Goldlagerung eine angemessene regionale Vielfalt und ein guter Marktzugang sichergestellt werden. Außerdem seien stabile demokratische Strukturen und hohe Sicherheitsstandards, wie die eindeutige Zuordnung der Barren, unverzichtbar, heißt es in der Erklärung. Außerdem sei die Verfügbarkeit der Goldbestände jederzeit voll gewährleistet.

USA besitzt die höchsten Reserven

Laut World Gold Council, der Interessenvereinigung der Förderer, Händler und Käufer, befinden sich die Eidgenossen aktuell auf Platz sieben in der Liste der weltweiten Goldreserven. Zum Vergleich: Deutschland besitzt insgesamt 3391 Tonnen und belegt den zweiten Platz, weit abgeschlagen hinter den USA. Mit 8133 Tonnen führen die Vereinigten Staaten unangefochten die Liste an.

Der extrem starke Verfall beim Goldpreis der letzten Wochen ist derweil vorerst gestoppt. "Die erste große Panik ist raus aus dem Markt", beschrieb Goldexperte Thorsten Proettel von der Landesbank Baden-Württemberg die Lage. Der Kursrutsch hat aber seine Spuren hinterlassen. "Der Nimbus vom Gold ist angekratzt", sagte Proettel.

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