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Debeka-Vorstandchef Uwe Laue: Bürgerversicherung würde Gesundheitssystem zerstören


Debeka: Bürgerversicherung würde Gesundheitssystem zerstören

30.04.2013, 16:08 Uhr | t-online.de

Debeka-Vorstandchef Uwe Laue: Bürgerversicherung würde Gesundheitssystem zerstören. Die Versicherungen und die Bausparkasse der Debeka erzielten deutliche Zuwächse (Quelle: dpa)

Die Versicherungen und die Bausparkasse der Debeka erzielten deutliche Zuwächse (Quelle: dpa)

Der größte private Krankenversicherer Debeka und auch die Debeka-Bausparkasse strotzen vor Stärke: Die Unternehmensgruppe aus Koblenz ist stärker gewachsen als die übrige Branche und kann für 2012 ein Spitzenergebnis vorlegen. Trotzdem ist der Marktführer in Sorge - und schießt gegen die Opposition in Berlin, deren Plan einer Bürgerversicherung "das hervorragende deutsche Gesundheitssystem zerstören würde".

Harsche Kritik an "populistischen Stimmen"

Man sei sehr zufrieden mit den Jahresergebnissen, sagte Uwe Laue, Vorstandsvorsitzender der Debeka Versicherungen. Für 2013 erwartet er ein weiterhin gutes Unternehmenswachstum. Zugleich übte der Debeka-Chef jedoch scharfe Kritik an "populistischen Stimmen", die die Arbeit der Versicherungswirtschaft in ein falsches Licht rücken und Versicherte und Bevölkerung nachhaltig verunsichern und schädigen würden.

PKV "ausgemachter Klassenfeind" der Opposition

Ein Beispiel dafür sei die Riester-Rente, die systematisch kritisiert werde, "obwohl sie hohe, lebenslange Leistungen bietet und die Bürger dringend eine zusätzliche Altersvorsorge benötigen". Zudem sei die Private Krankenversicherung "neuerdings der ausgemachte Klassenfeind, damit SPD, Grüne und Linke ihr Ziel weiter verfolgen können, wider besseres Wissen eine staatliche Einheitsversicherung einzuführen". "Das sind Luftschlösser, die in der Realität sehr schnell auf dem Boden aufschlagen", erklärte Laue dem "Handelsblatt".

Spitzenergebnis für 2012

Die Debeka-Versicherungsunternehmen legten um 5,5 Prozent auf 9,3 Milliarden Euro zu, im Bereich der Privaten Krankenversicherung (PKV) stiegen die Einnahmen um 4,5 Prozent auf 5,1 Milliarden Euro. Zusammen mit ihrer Bausparkasse, die einen Zuwachs um zehn Prozent verbuchte, kam die Debeka auf Jahreseinnahmen in Höhe von 12,8 Milliarden Euro. Die Zahl der Versicherten und Bausparer kletterte im Jahr 2012 um 100.000 neue Mitglieder auf 6,7 Millionen.

Die Bilanzsumme der Gruppe kletterte 2012 deutlich um 6,7 Prozent auf mehr als 80 Milliarden Euro. Insgesamt wurden 2012 sieben Millionen Versicherungsfälle positiv abgeschlossen und dabei 6,3 Milliarden Euro an direkten Leistungen erbracht, zusammen mit den für die Versicherten reservierten Leistungen wie Überschussbeteiligungen oder Alterungsrückstellungen sogar 11,9 Milliarden Euro. Zum Jahresende beschäftigte die Gruppe 16.713 Angestellte.

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