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"iBonds" sind begehrt: Apple kassiert 17 Milliarden über Anleihen


Anleihen  

Investoren überschütten Apple mit Geld: 17 Milliarden über Anleihen

02.05.2013, 12:53 Uhr | dpa

"iBonds" sind begehrt: Apple kassiert 17 Milliarden über Anleihen. Apple besorgt sich über Anleihen 17 Milliarden Dollar  (Quelle: dpa)

Apple besorgt sich über Anleihen 17 Milliarden Dollar (Quelle: dpa)

Geldregen für Apple. Durch den Verkauf von Anleihen hat sich der iPhone- und iPad-Hersteller nach Daten des Finanzdienstleisters Bloomberg insgesamt 17 Milliarden Dollar beschafft (13 Milliarden Euro) - eine Rekordsumme. Das Geld soll in den Rückkauf eigener Aktien und in Dividenden fließen, also an die Anteilseigner. So will Apple seinen schwächelnden Aktienkurs aufpäppeln.

Besser Schulden machen als Reserven anzapfen

Es war die erste Apple-Anleihe seit rund 17 Jahren. Anleihen sind Schuldpapiere. Apple muss dafür Zinsen berappen und das Geld nach einer vorher festgelegten Zeit zurückzahlen. Für Apple ist es günstiger, Schulden zu machen, statt auf die eigenen Reserven zurückzugreifen. Denn rund 102 Milliarden Dollar und damit zwei Drittel des Kassenbestands sind außerhalb der USA geparkt. Bei der Überweisung in die USA würden hohe Steuern fällig.

"iBonds" bei Investoren begehrt

Deshalb hatte Apple schon vor einer Woche verkündet, erstmals seit fast zwei Jahrzehnten wieder Anleihen verkaufen zu wollen. Die Papiere bekamen schnell den Spitznamen "iBonds". Und diese "iBonds" waren gefragt bei den Investoren. Wie der Finanzdienstleister Bloomberg und das "Wall Street Journal" unter Berufung auf eingeweihte Personen schrieben, erreichten die Anfragen in den Orderbüchern über 50 Milliarden Dollar. Apple habe sich daraufhin günstigere Zinsen gesichert, hieß es unter Berufung auf beteiligte Banker.

Schuldenmachen lohnt sich

Apple bot sechs Anleihetypen an, die das Unternehmen in drei bis 30 Jahren zurückzahlen muss. Entsprechend unterschiedlich waren auch die Zinssätze. Insgesamt muss Apple aber nur verhältnismäßig niedrige Zinsen berappen, weshalb sich die ganze Schuldenmacherei für den Konzern überhaupt lohnt. So lieh sich Apple 5,5 Milliarden Dollar für zehn Jahre bei einem jährlichen Zins von 2,42 Prozent, wie das "Wall Street Journal" schrieb. Bei den Anleihen, die bis 2043 laufen, seien es 3,88 Prozent.

Weiterhin gutes Rating für Apple

Allgemein ist das Zinsniveau niedrig und Apple besitzt bei den zwei großen Ratingagenturen S&P und Moody's eine hervorragendes Kreditwürdigkeit, wenngleich nicht die Bestnoten. So gab es von Moody's ein Rating der zweitbesten Stufe "Aa1" statt des begehrten "Triple-A", wie es etwa die Bundesrepublik Deutschland besitzt. Für Unternehmen, die so stark von der Gunst der Verbraucher in den sich schnell verändernden Branchen Technologie und Mobilfunk abhingen, gebe es langfristige Risiken, hieß es zur Begründung. Von S&P gab es auf deren Skala ebenfalls die zweitbeste Bewertung AA+.

Steve Jobs wollte keine Schulden machen

Zuletzt hatte Apple 1996 Schuldpapiere ausgegeben. Danach hatte der zurückgekehrte Gründer Steve Jobs viel Wert darauf gelegt, das Unternehmen schuldenfrei zu halten. Doch Apple hatte unter Jobs' Nachfolger Tim Cook jüngst seine Ausschüttungen an die Anteilseigner auf 100 Milliarden Dollar mehr als verdoppelt und erklärt, zur Finanzierung den Kapitalmarkt anzapfen zu wollen. Die Deutsche Bank organisierte die Platzierung der Anleihen zusammen mit dem Wall-Street-Haus Goldman Sachs.

Apple-Aktie etwa 40 Prozent unter Höchststand

Unabhängig von der Anleihe gab der russische Milliardär Alischer Usmanow am Dienstag eine Investition von 100 Millionen Dollar in Apple-Aktien bekannt. "Ich glaube an die Zukunft von Apple auch nach dem Tod von Steve Jobs", sagte Usmanow in einem Bloomberg-Interview. Usmanow ist ein bekannter Internet-Investor und machte zum Beispiel viel Geld beim Facebook-Börsengang im vergangenen Jahr. Die Apple-Aktie lag zuletzt rund 40 Prozent unter ihrem Rekordhoch bei gut 700 Dollar vom vergangenen September. Am Dienstag gab es aber wieder ein kräftiges Plus von fast drei Prozent.

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