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Derivate-Hoffnung 3D-Drucker


3D-Druck: Die Industrielle Revolution?  

3D-Druck: Die Industrielle Revolution?

02.05.2013, 16:01 Uhr | ZertifikateJournal AG

Derivate-Hoffnung 3D-Drucker. Sieht so die Zukunft in der Fertigung aus? (Quelle: dpa/PictureAlliance/Gaetan Bally)

Druck einer Skulptur am FabLab der Hochschule Luzern (Quelle: dpa/PictureAlliance/Gaetan Bally)

Für viele ist 3D-Druck der Megatrend der nächsten Jahre. Lange war das Verfahren auf industrielle Anwendungen beschränkt, inzwischen erreicht dreidimensionales Drucken auch den Otto Normalverbraucher. Ob Legosteine, Handyschalen, Zahnkronen oder Autoteile – die Einsatzgebiete sind schier unbegrenzt. Praktisch jeder kann Gegenstände designen und anschließend produzieren.

Angst vor den 3D-Fälschern

Das könnte die etablierten Lieferketten auf den Kopf stellen. Anstatt Güter müssten in Zukunft nur deren Druckdateien herumgeschickt werden. Auch US-Präsident Barack Obama ist davon überzeugt: "Der 3D-Druck hat das Potenzial, die Art und Weise, wie wir fast alles machen, zu revolutionieren."

Neben den vielen Befürwortern gibt es jedoch auch kritische Stimmen. 3D-Drucker werfen, wie alle Geräte die zur Replikation genutzt werden können, natürlich rechtliche Fragen auf.

Der Branche könnte ein Grundsatzkampf um Urheberrechte und Patente drohen, ähnlich dem der Musik und der Filmindustrie. Bereits heute stellt Produktpiraterie für viele Unternehmen ein gravierendes Problem dar.

Derzeit geht es allerdings fast ausschließlich um professionelle Kopierer, vorwiegend aus dem asiatischen Raum. Mit 3D-Druckern könnte jeder Verbraucher zum Fälscher werden. Juristische Querelen um die Verbreitung der Druckdaten sind daher  vorprogrammiert. Erste gerichtliche Auseinandersetzungen hat es schon gegeben. Ein Grundsatzurteil wurde aber noch nicht gefällt.

Die Technik steht ganz am Anfang

3D-Druck gilt als das "nächste große Ding" nach dem Internet. Die Vorteile, die für eine Weiterentwicklung des Verfahrens sprechen, liegen auf der Hand: Neben den individuellen, passgenauen Designmöglichkeiten können Objekte per 3D-Druck auch kurzfristig und bedarfsgerecht hergestellt werden – und vor allem dort, wo die Konsumenten leben.

Ob der 3D-Druck letztendlich den Sprung aus den Fabrikhallen großer Konzerne in die breite Industrie und die Privathaushalte schafft, wird die Zukunft zeigen. Die Technologie steht erst am Anfang. Industrien müssen ihre Produktions- und Absatzwege überprüfen, Gesetze müssen umgeschrieben werden.

Neues Derivat von der UBS

Am schnellsten hat die UBS reagiert: In Zusammenarbeit mit dem Index-Anbieter Structured Solutions haben die Schweizer die börsennotierten Pioniere der 3D-Drucktechnik investierbar gemacht: mit dem UBS Open End Index-Zertifikat auf den Solactive 3D Printing TR-Index.

Noch ist das recht junge Wirtschaftssegment überschaubar. An der Börse werden erst einige wenige Unternehmen gehandelt, die – so ein Qualitätsmerkmal für eine Indexaufnahme – einen signifikanten Geschäftsanteil im 3D-Druckbereich aufweisen oder gerade dabei sind, den 3D-Druckbereich aufzubauen, der das Potenzial hat, künftig einen signifikanten Anteil am Unternehmensumsatz einzunehmen.

Zertifikat mit sieben Aktien

Sieben Aktien bringen die nötigen Voraussetzungen mit (Branchenzugehörigkeit, Mindestkapitalisierung, Mindesthandelsvolumen), unter anderem die von ExOne. Das Unternehmen notiert erst seit dem 7. Februar 2013 an der Börse. ExOne meldete für das vierte Quartal 2012 einen Umsatzsprung von 370 Prozent auf 12,7 Mio. US-Dollar gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Nach Bekanntgabe der Zahlen schoss die Aktie um zehn Prozent nach oben.

Nützlich ist aus diesem Grund die halbjährliche Reallokationsfrequenz, bei der einerseits die Indexzusammensetzung überprüft wird und andererseits alle Werte wieder gleichgewichtet werden. Dadurch erreicht das Barometer nicht nur einen hohen Aktualitätsgrad, auf diese Weise werden auch implizit Gewinne mitgenommen und in die Nachzügler investiert.

Zudem sieht das Index-Konzept eine "Fast Entry"-Regel vor: So können jederzeit, beispielsweise direkt nach einem Börsengang, Aktiengesellschaften aufgenommen werden, wenn diese die Qualitätskriterien des Indexes erfüllen. Obwohl die Branche in der Kinderschuhen steckt und negative Überraschungen nicht auszuschließen sind, können Anleger das Non-Quanto-Papier (ISIN DE000UBS13D0) ihrem Depot beimischen.

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