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Küchen: Deutsche Industrie setzt auf Kaufkraft aus China


Küchen  

Küchenindustrie feiert Rekordumsatz und setzt auf chinesische Kunden

06.05.2013, 16:51 Uhr | dpa-AFX, dpa, t-online.de

Küchen: Deutsche Industrie setzt auf Kaufkraft aus China. Chinesen lieben Küchen aus Europa  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Chinesen lieben westliche Küchen (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die deutsche Küchenindustrie meldet für 2012 einen Rekordumsatz: Nur ganz knapp wurde die Marke von zehn Milliarden Euro verfehlt. Jeder dritte Deutsche bezeichnet die Küche als seinen Lieblingsraum in Haus oder Wohnung. Immer mehr dient eine hochwertige Ausstattung auch als langlebige Wertanlage in Zeiten der Wirtschafts- und Finanzkrise - oder als Statussymbol wie in China. Darauf setzt die Branche angesichts einer "Bewölkung" auf dem heimischen Markt.

"In Deutschland ist die Küche gleich nach dem Auto das Statussymbol Nummer Zwei", sagt Frank Hüther, Geschäftsführer des Branchenverbands Arbeitsgemeinschaft Moderne Küche (AMK). Für eine Küche gaben die Käufer im vergangenen Jahr im Schnitt 7100 Euro aus - das ist deutlich mehr als noch ein paar Jahre zuvor.

Teure Küchen werden immer beliebter

Dabei ist besonders der Anteil teurer Küchen gestiegen. Schon jeder zweite Käufer hat Konsumforschern zufolge 2012 mindestens 8000 Euro investiert. 14 Prozent gaben sogar über 16.000 Euro aus, wie aus einer Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) hervorgeht - doppelt so viele wie noch 2004, die Tendenz ist stetig steigend.

Profitieren dürfte die Branche sehr bald von der Tatsache, dass gut zehn Millionen Küchen schon 15 Jahre auf dem Buckel haben. "Das wird in der nahen Zukunft einen Ersatzbedarf auslösen", weiß der Verbandschef.

Auch die Optik zählt

Für viele sei der Küchenkauf eine "sinnvolle Alternative zur ertragsschwachen Geldanlage im Finanzsektor". Dazu passt: "Die Käufer einer teuren Küche sind nicht unbedingt die fleißigsten Köche." Da der Küchenbereich bei jedem fünften Bürger hierzulande nicht mehr vom Wohnbereich getrennt ist, sollen Küchenmöbel und -geräte optisch ordentlich was hermachen.

Etwa so wie in den TV-Studios. Egal, wann und durch welche Fernsehkanäle man zappt, immer wird irgendwo gebrutzelt und gekocht. Und das ist ganz nach dem Geschmack der Küchenindustrie: Davon geht laut AMK ein "wichtiger Erfolgsimpuls" für die Hersteller aus.

Wichtige Exportmärkte in Europa brechen ein

Mit Blick auf einzelne Märkte hieß es, die Nachfrageschwäche in einigen EU-Ländern infolge der Wirtschafts- und Finanzkrise habe erste Spuren hinterlassen. Wichtige Exportmärkte wie Spanien, Italien, Griechenland, Portugal, die Niederlande oder Großbritannien brachen ein.

"Chinesen lieben deutsche Küchen"

Aber dafür hat man in Fernost die Küche "Made in Germany" ganz fest ins Visier genommen. Hüther: "Chinesen lieben deutschen Küchen." Die einkommensstärkere Kundschaft im Reich der Mitte schmücke sich gern mit einer modernen Ausstattung aus dem Westen. Andererseits könne das Nachfrageplus in ferneren Märkten die Rückgänge in Europa noch nicht kompensieren.

Gefragt im Inland sind Induktions-Kochflächen, die nicht heiß werden, sondern nur den Topf erhitzen. Zu den Neuheiten der Branche gehören auch elektrisch höhenverstellbare Arbeitsplatten und Kochinseln. Spülmaschine, Kühl- oder Gefrierschrank müssen ihren Job energieeffizient machen. Backöfen sollen sich dank moderner Technik am besten selbst reinigen.

Branche beschäftigt bundesweit 30.000 Menschen

Zusammenfassend betonte Hüther, auch wenn zahlreiche Volkswirtschaften in der EU angeschlagen seien und die Exportaussichten trübten, gebe es "viel Licht". So laufen die Geschäfte in Österreich, der Schweiz, in der Türkei und China prächtig. In Deutschland erwirtschaftete die Branche einen Umsatz von 5,95 Milliarden Euro. Gut vier Milliarden Euro kamen 2012 aus dem Ausland. Die Küchenindustrie beschäftigte dem Verbandschef zufolge unverändert bundesweit gut 30.000 Menschen.

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