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Amazon erhielt Millionen Euro Fördergelder von Deutschland


Amazon erhielt Millionen Euro Fördergelder vom Staat

10.05.2013, 07:31 Uhr | t-online.de, AFP

Amazon erhielt Millionen Euro Fördergelder von Deutschland. Amazon erhielt Millionen an Fördergeldern vom Staat (Quelle: dpa)

Amazon erhielt Millionen an Fördergeldern vom Staat (Quelle: dpa)

Das wegen schlechter Arbeitsbedingungen in die Kritik geratene Online-Kaufhaus Amazon bekam Millionen deutscher Fördergelder. Der Versandhändler und seine Tochterunternehmen erhielten allein aus Bundesmitteln knapp 7,1 Millionen Euro im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur", wie der Pressedienst des Bundestage aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion zitierte. Der Großteil des Geldes floss demnach 2006, ein kleiner Teil 2009.

Förderung der Wirtschaft

Das Geld für Amazon wurde zur Förderung der regionalen Wirtschaft ausgegeben. Das Unternehmen ist verpflichtet, die so geschaffenen Arbeitsplätze mindestens fünf Jahre tatsächlich zu besetzen oder zumindest auf dem Arbeitsmarkt anzubieten.

Die gleiche Summe müssen laut Bundesregierung die Bundesländer beisteuern. Diese entscheiden auch über die Vergabe der Fördermittel.

Deutschland-Chef gesteht Fehler ein

Derweil hat der Deutschland-Chef von Amazon, Ralf Kleber, Fehler bei der Unterbringung von Leiharbeitern am Logistikzentrum Bad Hersfeld eingeräumt. Der Konzern habe seine Aufsichtspflicht in dem konkreten Fall "nicht ausreichend erfüllt", sagte Kleber in einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" (SZ). "Da hätten wir genauer hinsehen müssen." Amazon habe aber auf den Fernsehbericht über Missstände bei der Unterbringung von Leiharbeitern reagiert und "dies korrigiert".

Es handelt sich um "Einzelfälle"

Bei Insiderberichten über mutmaßliche Gängelung und Einschüchterung von Mitarbeitern handele es sich um "Einzelfälle", sagte der Geschäftsführer. "Wenn wir von Missständen erfahren, dann schaffen wir sie ab", fügte er hinzu. Auf die Frage nach E-Mails von Kunden, die Fragen zu den Arbeitsbedingungen hatten und deren Amazon-Konto daraufhin gelöscht worden sei, antwortete der Deutschland-Geschäftsführer, dass auch dies Einzelfälle gewesen sein müssten. "Das hätte definitiv nicht so laufen sollen und war keine Absicht."

Kleber: Amazon-Bezahlsystem attraktiver als der Tarifvertrag

Mit Blick auf die drohenden Streiks an den Standorten Bad Hersfeld und Leipzig bekräftigte Kleber seine Ablehnung, seine Mitarbeiter nach dem Tarifvertrag des Einzelhandels zu bezahlen. Bei den Amazon-Versandzentren handele es sich um Logistikunternehmen, bei der Bezahlung liege man im Vergleich zu anderen Logistikfirmen "am oberen Ende".

"Wir haben außerdem ein anderes Bezahlmodell, das in vielerlei Hinsicht attraktiver ist als das, was der Tarif bietet", sagte Kleber mit Verweis auf Boni und Aktien, die nach zweijähriger Betriebszugehörigkeit an Mitarbeiter ausgegeben würden. "Das wollen wir beibehalten."

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