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Solarzellen-Hersteller Sunways ist insolvent - Betrieb steht still


Solarenergie  

Solarfirma Sunways insolvent - Betrieb steht still

10.05.2013, 07:30 Uhr | dpa-AFX, t-online.de

Solarzellen-Hersteller Sunways ist insolvent - Betrieb steht still. Solarzellen-Hersteller Sunways im Insolvenzverfahren  (Quelle: dpa)

Solarzellen-Hersteller Sunways im Insolvenzverfahren (Quelle: dpa)

Ein weiteres deutsches Solarunternehmen droht vom Markt zu verschwinden. Nachdem über den Solarzellen-Hersteller Sunways das Insolvenzverfahren eröffnet wurde, steht die Produktion weitgehend still. Es fehle die finanzielle Grundlage, sagte ein Unternehmenssprecher. Ein Grund sei die Entscheidung mehrerer Banken vor drei Wochen, die Kreditlinien vorzeitig zu kündigen. Dies erschwere den Betrieb. Die chinesischen Besitzer werden wohl nicht helfen. Hinzu kämen fehlende Aufträge. Das vorläufige Insolvenzverfahren könnte aber doch noch Rettung bringen. Die zuvor arg gebeutelte Sunways-Aktie legte am Donnerstag zu.

Ziel sei es, das börsennotierte Unternehmen zu sanieren und Arbeitsplätze zu retten. "In den nächsten Tagen werden wir uns in engem Kontakt mit dem Vorstand von Sunways einen Überblick verschaffen, um die Lage des Unternehmens beurteilen zu können", sagte der vorläufige Insolvenzverwalter Thorsten Schleich. "Aussagen zum Verlauf des beantragten Insolvenzverfahrens sind zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich." Die Löhne der Beschäftigten seien durch das Verfahren bis einschließlich Juli auf jeden Fall gesichert.

BW-Bank stellte den Insolvenzantrag

Das Amtsgericht Konstanz hatte am Dienstag ein Insolvenzverfahren über die angeschlagene Solarfirma Sunways eröffnet. Das Unternehmen mit Sitz in Konstanz und einem Produktionswerk im thüringischen Arnstadt ist schon länger in Schieflage. Antragstellerin ist nach Angaben des Gerichts die Baden-Württembergische Bank (BW-Bank) als Gläubigerin von Sunways. Die BW-Bank zählt zu jenen Banken, die Sunways vor wenigen Wochen Kredite über insgesamt 6,6 Millionen Euro gekündigt hatten.

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Damals zeigte man sich in Konstanz noch zuversichtlich und wollte weiter mit den Banken über die Rückzahlung der Kredite verhandeln. "Wir müssen schauen, wie wir aus der Situation rauskommen", hatte ein Sprecher des Unternehmens gesagt. Am Dienstagabend sagte er, der von der BW-Bank gestellte Insolvenzantrag habe das Unternehmen überrascht.

Billig-Konkurrenz aus Asien macht zu schaffen

Dem Unternehmen macht - wie vielen Betrieben in der kriselnden Photovoltaik-Branche - vor allem der Preiswettbewerb durch Billigkonkurrenz aus Asien schwer zu schaffen. Das Betriebsergebnis (Ebit) hatte Ende September bei minus 24,5 Millionen Euro (2011: minus 21,6 Millionen Euro) gelegen. Seit 2010 war der Umsatz von Sunways um rund 80 Prozent zurückgefallen. Im operativen Geschäft gab das Unternehmen in dieser Zeit fast 40 Millionen Euro mehr aus, als es einnahm.

Nach der Kredit-Kündigung hatte Sunways die für Ende April geplante Veröffentlichung des Jahresabschlusses auf einen unbestimmten Zeitpunkt verschoben. Ende vergangenen Jahres beschäftigte der Konzern 265 Mitarbeiter.

EU-Strafzölle gegen Solarpaneelen aus China sollen kommen

Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig (SPD) sieht in EU-Strafzöllen gegen die Einfuhr billiger Solarpaneelen aus China neue Chancen für die angeschlagene Branche in Deutschland. Das gelte auch für die Werke von Bosch Solar mit rund 1800 Beschäftigten in Arnstadt, von denen sich der Stuttgarter Konzern trennen will. Die Aussichten auf einen Verkauf des erst vor drei Jahren eröffneten Solarwerkes in Arnstadt seien damit deutlich gestiegen, erklärte Machnig am Mittwoch in Erfurt.

Nach Angaben aus EU-Kreisen soll der Strafzoll durchschnittlich bei etwa 47 Prozent des Einfuhrwertes liegen. Die endgültige Entscheidung über die Strafzölle, mit denen die EU auf chinesische Dumpingpreise reagieren will, soll in der kommenden Woche von den EU-Regierungen getroffen werden. Die Strafzölle sollen spätestens am 5. Juni mit der Veröffentlichung im EU-Amtsblatt in Kraft treten.

Chinesische Besitzer haben wohl auch Probleme

Sunways-Hauptaktionär ist die chinesische LDK Solar, die den Deutschen im vergangenen Jahr mit einem geschätzten zweistelligen Millionenbetrag halfen. Ob sie erneut für das Unternehmen einspringen werde, war zunächst unklar. Das "Handelsblatt" schrieb, dass die Chinesen selbst Probleme haben. LDK konnte im April eine Wandelanleihe nicht voll bedienen und gilt spätestens seit diesem Vorgang selbst als angeschlagen.

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