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Chartanalyse: Der DAX neigt kurzfristig zu Korrektur


Chartanalyse: DAX-Luft wird kurzfristig dünner

09.05.2013, 18:12 Uhr | t-online.de, mmr

Zwölf-Monats-Chart DAX - inkl. Trendlinien  (Quelle: boerse-frankfurt)Zwölf-Monats-Chart DAX - inkl. Trendlinien - zum Vergrößern klicken (Quelle: boerse-frankfurt) Der Deutsche Aktienindex DAX eilt von Rekord zu Rekord. Auch am Himmelfahrts-Tag (nomen est omen) wurde ein neuer historischer Höchstkurs markiert (bei 8274 Punkten). Doch der Kaufrausch ist kaum durch konjunkturelle Aspekte gedeckt. Auch die Unternehmensergebnisse fallen derzeit nicht berauschend aus, man wird das Gefühl einer Überhitzung nicht los. Verschiedene technische Indikatoren sprechen nun für eine nahende Korrektur, wie auch die Chartanalyse zeigt.

Derzeit nährt die Hausse weitere Kursgewinne. DAX und Dow Jones Index pushen sich gegenseitig nach oben. Die Anleger sitzen auf dicken Liquiditätsvorräten und suchen angesichts der mickrigen Zinsen bei Termingeldern oder festverzinslichen Anleihen gezielt den chancenreichen Aktienmarkt. Analysten sind langfristig total euphorisch: Immer häufiger wird das DAX-Ziel von 10.000 Punkten genannt - wenn auch "erst" für 2014.

Kurzfristige Korrektur würde guttun

Kurzfristig mehren sich jedoch Überhitzungssignale. Seit Ende April geht es praktisch steil nach oben, ohne dass es zu einer nennenswerten Korrektur kam. Am 23. April begann die DAX-Rally bei etwa 7450 Punkten. Nun - gerade einmal gut zwei Wochen später - steht das deutsche Aktienbarometer rund 800 Punkte oder gut zehn Prozent höher. Das geht zu schnell.

Ein Blick auf den Zwölf-Monats-Chart (siehe Chartvergrößerung oben) zeigt auf dem erreichten Niveau bei etwa 8260 Punkten eine technische Hürde. Verbindet man die Verlaufs-Hochpunkte seit September, lässt sich eine obere Trendkanal-Begrenzung einzeichnen. Ein Widerstand, da oft auch Computer-Programme derartige Analysen vollziehen und entsprechende Verkaufssignale senden.

Mehrere Indikatoren weisen auf Überhitzung

Zudem weisen auch technische Indikatoren wie MACD, Momentum und Relative-Stärke-Index (RSI) auf eine überkaufte Lage im DAX hin. Das muss und wird in den kommenden Wochen korrigiert. Ohne Katastrophenmeldung wird das voraussichtlich nicht ad hoc in einem Crash passieren. Die größere Wahrscheinlichkeit liegt ein einer "Seitwärtskonsolidierung". Das errechenbare Korrektur-Potenzial liegt in etwa bei 7600 Punkten, wo die untere Trendkanal-Begrenzung verläuft.

Kursen nicht hinterher laufen

Tipp der Redaktion: Laufen Sie den zuletzt stark gestiegenen Kursen nicht hinterher. Warten Sie geduldig auf eine Korrektur und legen sich mit Kauflimits ab etwa 7800 Punkte bis 7600 DAX-Punkte auf die Käufer-Lauer. Es kann allerdings auch passieren, dass der DAX zunächst seinen Durchmarsch über die 8400-Punkte-Marke fortsetzt. Eine dann folgende Korrektur hätte etwas höhere Ziele (etwa 8000 Punkte). Langfristig geht an Aktien-Anlagen kein Weg vorbei, wenn man nennenswerte Renditen erzielen möchte.

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