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Deutsche Bank: Kleinaktionäre fordern zu Boni-Rückzahlung auf

Aktionäre der Deutschen Bank fordern Boni-Rückzahlung

23.05.2013, 10:30 Uhr | AFP, t-online.de

Deutsche Bank: Kleinaktionäre fordern zu Boni-Rückzahlung auf. Viele Geschäfte der Deutschen Bank haben sich im Nachhinein als belastend herausgestellt (Quelle: dpa)

Viele Geschäfte der Deutschen Bank haben sich im Nachhinein als belastend herausgestellt (Quelle: dpa)

Die Deutsche Bank hat wegen einer Reihe von Skandalen derzeit viele Gemüter zu beruhigen - nun auch die ihrer Kleinaktionäre. Denn diese haben die Bank-Vorstände zur Rückzahlung ihrer Boni aufgefordert. Das sei ein Muss, "wenn sich Geschäfte als verlustreich herausgestellt haben", sagte Klaus Nieding von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) der "Süddeutschen Zeitung". Dies gelte nicht nur für Mitarbeiter der zweiten Reihe, sondern auch für Vorstände.

Nieding erhob die Forderung vor der Hauptversammlung des Instituts am Donnerstag. Viele Skandale, mit denen die Deutsche Bank derzeit kämpfe, hätten ihre Wurzeln im Investmentbanking, also der Einheit, der Co-Vorstandschef Anshu Jain jahrelang vorgestanden habe, sagte Nieding.

Auch Vorgänger Ackermann wird in die Pflicht genommen

Sowohl Jain als auch Josef Ackermann, der über viele Jahre als Vorstandschef die Gesamtverantwortung getragen habe, stünden in der Pflicht. "Die Bank muss offenlegen, welche Vorstände durch Boni persönlich profitiert haben, die im Nachhinein Verluste verursacht haben", sagte Nieding.

Gerade im Geschäftsjahr 2012 hätten sich besonders viele Geschäfte als belastend für die Bank herausgestellt. "Es gehört zum Kulturwandel dazu, dass man diese Geschäfte im Nachhinein auf den Prüfstand stellt", sagte der DSW-Vertreter. Die Deutsche Bank hatte im September eine neue Geschäftsstrategie angekündigt. Der Konzern will unter anderem 1900 Stellen abbauen, vorwiegend im Investmentbanking. Zudem versicherte die Bank, einen Kulturwandel in der Branche mit vorantreiben zu wollen.

Künftig soll es Boni nicht auf einen Schlag geben

In diesem Zusammenhang soll die Zahlung variabler Gehaltsteile künftig über fünf Jahre gestreckt werden. So kann Geld einbehalten werden, falls sich kurzfristige Erfolge auf Dauer doch als schädlich herausstellen. Die Zustimmung der Aktionäre zum neuen Gehaltsschema ist erforderlich.

Laut der Zeitung sind auch Großinvestoren nicht überzeugt von dem versprochenen Wandel. Die Aktionärsberatung ISS, deren Urteil für viele Fonds maßgeblich ist, habe in einem Bericht festgestellt, dass die neue Doppelspitze aus Anshu Jain und Jürgen Fitschen die angekündigten Veränderungen deutlich schwerer umsetzen könne als gedacht.

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