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Taxi-Verband: Weniger Lizenzen, mehr Qualität


Taxi-Verband: Weniger Lizenzen, mehr Qualität

24.05.2013, 12:55 Uhr | t-online.de, dpa-AFX

Taxi-Verband: Weniger Lizenzen, mehr Qualität . In Deutschland gibt es offenbar eine Taxischwemme (Quelle: imago/Manfred Segerer)

In Deutschland gibt es offenbar eine Taxischwemme (Quelle: imago/Manfred Segerer)

In Deutschland sind zu viele Taxis unterwegs: Fast jedes vierte ist überflüssig - diese Ansicht vertritt zumindest der Präsident des Deutschen Taxi- und Mietwagenverbandes (BZP), Michael Müller. Der BZP-Chef plädiert für weniger Lizenzen und stattdessen für mehr Qualität. Außerdem fordert er höhere Fahrpreise.

Überkapazität drückt Preise und Qualität

"Es gibt eine Überkapazität auf dem Markt", sagte Müller in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa in Frankfurt. Dadurch würden die Einnahmen sinken, und das drücke die Qualität. "Schlechter Service, dreckige Sitze und billigere Autos sind die Folge", betonte Müller. Für gute Leute sei der Job oft nicht mehr attraktiv - das müsse sich wieder ändern.

Um den Konkurrenzdruck erträglich zu machen, müsste die Zahl der rund 50.000 Taxis um 20 bis 25 Prozent verringert werden, auch wenn das für die Kunden längere Wartezeiten bedeute. Müller rief die Kommunen dazu auf, die Hürden für Taxi-Konzessionen zu erhöhen. Gleichzeitig sollten Müller zufolge die Fahrpreise steigen - auch das wäre eine Aufgabe der kommunalen Behörden.

Fahrer arbeiten meist im Minilohnbereich

"Die Taxitarife sind gemessen an der Dienstleistung zu niedrig", sagte der Verbandspräsident. In den vergangenen 20 Jahren hätten sich die Kosten durch teureren Sprit und höhere Versicherungsprämien zwar verdoppelt, die Kunden zahlten aber im Schnitt nur 40 Prozent mehr. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes arbeiteten im Jahr 2010 fast neun von zehn Taxifahrern im Niedriglohnbereich und verdienten weniger als 10,36 Euro brutto pro Stunde.

Um die Sicherheit der Fahrer zu gewährleisten, forderte Müller eine flächendeckende Videoüberwachung von Taxis. Dagegen sperren sich bislang aber die Datenschützer. Müller hält dagegen: "In vielen Bussen gibt es mittlerweile Kameras - warum nicht auch im Taxi?" Außerdem wolle man die Bilder nach 24 Stunden sowieso wieder löschen.

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