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Carsten Maschmeyer: Ermittlungen gegen den Manager eingestellt


Maschmeyer: Ermittlungen eingestellt

26.05.2013, 15:27 Uhr | dpa-AFX, t-online.de

Carsten Maschmeyer: Ermittlungen gegen den Manager eingestellt. Carsten Maschmeyer in einer Talkrunde von Günther Jauch (Quelle: dpa/ picture alliance ZB)

Carsten Maschmeyer in einer Talkrunde von Günther Jauch (Quelle: dpa/ picture alliance ZB)

Carsten Maschmeyer zählt zu Deutschlands prominentesten Managern. Nun wurde bekannt, dass die Staatsanwaltschaft Hannover Ermittlungen gehen ihn nach einer Zahlung von rund drei Millionen Euro eingestellt hatte. Das berichtet die "Wirtschaftswoche" in ihrer neuesten Ausgabe.

Es habe der Verdacht bestanden, dass Maschmeyer gegen das Wertpapierhandelsgesetz verstoßen habe, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Hannover und bestätigte den Bericht der "Wirtschaftswoche".

Maschmeyer besaß Aktienpaket von MLP

Die Staatsanwälte ermittelten nach einer Anzeige wegen Marktmanipulation. Der Gründer des Finanzberatungsdienstes AWD hatte ein Aktienpaket des Konkurrenten MLP besessen, ohne dies zu melden. Weil derartige Mitteilungen aber zumindest theoretisch die Kurse bewegen könnten, wird eine Verletzung der Meldepflicht als Marktmanipulation verfolgt.

Laut den gesetzlichen Bestimmungen müssen Anteilseigner binnen vier Tagen öffentlich machen, sobald sie bestimmte Schwellen etwa von drei oder 20 Prozent der Stimmrechte überschritten haben.

Möglicher Verstoß gegen Meldepflicht

Maschmeyer räumte gegenüber dem Magazin ein, zumindest für "unter 24 Stunden" die Drei-Prozent-Meldeschwelle überschritten zu haben. Er habe Anfang 2008 rund 2,9 Prozent der MLP-Anteile gekauft. Als MLP im März eigene Aktien zurückkaufte, sei sein Anteil an MLP über Nacht auf über drei Prozent gestiegen.

Der Manager verkaufte daraufhin einige Aktien, um die vorherige Beteiligung wieder herzustellen. Zugleich erklärte er, dass keine "rückwirkende Meldung dieser passiven Überschreitung der Meldeschwelle“ erfolgt sei.

Maschmeyer: Keine Strafzahlung

Die Staatsanwaltschaft hatte "eine Geldauflage vorgeschlagen", da es nicht danach ausgesehen habe, dass sich der Anfangsverdacht in einem Verfahren erhärtet hätte.

Die Staatsanwaltschaft bestätigte gegenüber dem Magazin, das der Manager 2,9 Millionen Euro zu Teilen an eine wohltätige Organisation und den Staat gezahlt hatte. Maschmeyer erklärte, dass es sich weder um eine Strafzahlung noch um ein Schuldeingeständnis handle.

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