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Deutscher Automarkt schrumpft – US-Markt zieht an


Deutscher Automarkt schrumpft – US-Markt zieht an

04.06.2013, 13:58 Uhr | AFP, dpa-AFX

Deutscher Automarkt schrumpft – US-Markt zieht an. Gemischte Zahlen vom internationalen Automarkt (Quelle: dpa - picture alliance)

Finanzkrise setzt Autobauer unter Druck (Quelle: dpa - picture alliance)

Gemischtes Bild im Autosektor: In den Vereinigten Staaten greifen die Kunden wieder zu. Doch in der Bundesrepublik geht der Absatz einmal mehr zurück.

Schwacher Markt in Deutschland

Der deutsche Automarkt schrumpft weiter: Im Mai wurden 261.316 Neuwagen zugelassen, das waren 9,9 Prozent weniger als im Mai 2012, wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) in Flensburg mitteilte. In den ersten fünf Monaten des Jahres wurden 8,8 Prozent weniger Autos neu zugelassen als im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres.

Die rückläufigen Zulassungszahlen zeigten sich nach Angaben des KBA unter den deutschen Herstellern am deutlichsten bei den Marken Opel mit einem Minus von 16,3 Prozent und der Daimler-Tochter Smart mit minus 13,5 Prozent. Ford hielt mit minus 0,9 Prozent fast das Vorjahresniveau. Bei den ausländischen Herstellern verzeichneten insbesondere die Marken Alfa Romeo und Lancia massive Rückgänge.

Eine positive Entwicklung zeigte sich dem KBA zufolge bei den alternativen Antrieben: Die Zahl der Neuzulassungen bei Elektroautos nahm um 79 Prozent zu, Hybride legten um 46,3 Prozent zu und Erdgasfahrzeuge um 28,4 Prozent.

Allerdings werden speziell von Elektro- und Hybridautos mit Benzin- und E-Motor nur vergleichsweise geringe Stückzahlen verkauft. Bislang sind nur einige tausend Elektroautos auf Deutschlands Straßen unterwegs. Die Bundesregierung will bis 2020 eine Million zugelassene Elektroautos erreichen.

Amerikaner kaufen große Autos

In den USA zeigte sich ein komplett anderes Bild – die Amerikaner kaufen fleißig Pick-up-Trucks und Geländewagen. Die in den Segmenten starken heimischen Hersteller General Motors, Ford und Chrysler verzeichneten im Mai Zuwächse zwischen drei und 14 Prozent. Hintergrund ist, dass die Wirtschaft im Land angezogen hat und Pick-ups mit ihrer Ladefläche gerne von Handwerkern und Baufirmen genutzt werden.

VW fehlt ein solcher Lastesel im Programm und die Wolfsburger mussten den zweiten Monat in Folge einen Verkaufsrückgang hinnehmen. Allerdings lag das Minus im Mai mit zwei Prozent deutlich unter dem Rückgang aus dem April von zehn Prozent. Das neue Beetle Cabrio kam gut bei den Kunden an, der Golf hingegen schlechter. Verkaufsschlager sind weiterhin der Jetta und der Passat, durch die VW in den vergangenen drei Jahren in den USA kräftig gewachsen war.

Die Schwestermarke Audi konnte ihre Verkäufe um 15 Prozent steigern. Vor allem die Limousine A5 sowie die Geländewagen Q5 und Q7 legten zu. "Unsere Händler haben nicht genug Autos, um die Nachfrage decken zu können", erklärte Audi-Manager Mark Del Rosso. Die ebenfalls zu VW gehörende Marke Porsche konnte ihre Verkäufe sogar um 38 Prozent steigern dank des neuen Sportwagen-Gespanns Boxster und Cayman sowie des Geländewagens Cayenne.

BMW legte um 14 Prozent zu, wobei hier vor allem die Limousinen der 3er Baureihe gefragter waren. Dagegen schmolzen die Verkäufe der Tochtermarke Mini um drei Prozent. "Das Vertrauen der Kunden wächst und wir erwarten noch mehr erfolgreiche Monate", erklärte Landeschef Ludwig Willisch. Auch der Rivale Daimler zeigte sich zufrieden. Die Stuttgarter verkauften zehn Prozent mehr Mercedes-Pkw und -Geländewagen und 16 Prozent mehr Smart-Kleinwagen. Nur die Sprinter-Transporter fanden weniger Abnehmer als im Vorjahresmonat.

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