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AmazonFresh: Amazon will Lebensmittelgeschäft ausweiten


Insider: Amazon will groß ins Lebensmittelgeschäft einsteigen

06.06.2013, 10:31 Uhr | t-online.de, rtr

AmazonFresh: Amazon will Lebensmittelgeschäft ausweiten. Insidern zufolge plant Amazon den Ausbau seines Lebensmittelgeschäfts (Quelle: Reuters)

Insidern zufolge plant Amazon den Ausbau seines Lebensmittelgeschäfts (Quelle: Reuters)

Amazon plant den großen Einstieg ins Lebensmittelgeschäft: Insiderinformationen zufolge seien nach der jahrelangen Testphase von AmazonFresh in Seattle ähnliche Angebote auch in Kürze in Los Angeles sowie im Laufe des Jahres in San Francisco geplant. Zudem könnte eine Ausweitung in weitere Ballungsgebiete auch außerhalb der USA folgen.

Fünfjährige Testphase

Seit bereits fünf Jahren liefert Amazon im Zuge des Pilotprogramms Lebensmittel, darunter auch Frischware wie Eier, Erdbeeren und Butter aus. Dabei setzt der US-Konzern eigene Lastwagen ein. Sollte sich das Geschäft gut entwickeln, könnte AmazonFresh bereits 2014 in 20 weiteren Ballungsgebieten angeboten werden, einige davon außerhalb der USA, sagten zwei mit dem Vorgang vertraute Personen. Eine Amazon-Sprecherin lehnte eine Stellungnahme dazu jedoch ab.

Der Online-Händler könnte, so das "Handelsblatt" mit Berufung auf Angaben von Insidern, die großen Lagerhallen in dem das Unternehmen schon Elektronik und andere Produkte bereithält teilweise umnutzen. Durch diese Synergien könne das Unternehmen trotz tiefer Margen im Lebensmittelgeschäft hohe Profite erzielen.

Analyst: "Angsteinflößende Aussichten für andere Lebensmittelhändler"

Amazon habe bis zu vierzig Märkte im Auge, sagte Analyst Bill Bishop der Nachrichtenagentur Reuters, ohne auf die Quellen seiner Informationen einzugehen. Doch die Expansionspläne könnten herkömmlichen Lebensmittelhändlern stark zusetzen, glaubt Bishop. "Die Angst ist, dass Amazon aus dem verlustreichen Geschäft Profite ziehen kann, indem sie gleichzeitig bestellte Produkte aus anderen Bereichen liefert“, sagte er. "Das sind angsteinflößende Aussichten für andere Lebensmittelhändler.“

Doch nach Angaben des "Handelsblatt" gibt es auch Zweifel, dass Amazon mit den Plänen Erfolg haben kann. "Ich würde dagegen wetten“, sagte der ehemalige Wal-Mart-Manager Roger Davidson laut "Handelsblatt". "Die Gründe dafür, dass solche Geschäfte in der Vergangenheit scheiterten, sind unverändert.“ Diese seien Davidson zufolge, dass Frischprodukte in Lagerhäusern schnell schlecht oder bei der Auslieferung beschädigt werden.

Rewe liefert bereits

Auch an den deutschen Lebensmittelhändlern geht der Trend des Online-Shoppings nicht vorbei. So bietet der Einzelhändler Rewe bereits seit 2011 einen Lieferservice an. Derzeit werden Haushalte in Hamburg, Düsseldorf, Köln, Frankfurt und Homberg (Ohm) beliefert.

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