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Mars, Nestlé, Hershey's: Strafantrag wegen Preisabsprachen


Schoko-Kartell in Kanada aufgeflogen

08.06.2013, 11:14 Uhr | dpa, rtr, AFP

Mars, Nestlé, Hershey's: Strafantrag wegen Preisabsprachen. Süßes Geheimnis aufgeflogen: In Kanada soll es ein Schokoladen-Kartell gegeben haben (Quelle: imago/Newscast)

Süßes Geheimnis aufgeflogen: In Kanada soll es ein Schokoladen-Kartell gegeben haben (Quelle: imago/Newscast)

Schokoladenproduzenten in Kanada sollen Preise abgesprochen haben. Die Kartellbehörde in Ottawa stellte deshalb Strafantrag. Dem Kartell sollen Nestlé, Mars und Hershey's angehört haben. Während Hershey's die Absprachen öffentlich machte und nun hofft, ohne oder mit einer milden Strafe davonzukommen, wiesen die beiden anderen Unternehmen die Anschuldigungen zurück. Nestlé Canada erklärte, sich energisch verteidigen zu wollen.

"Preisabsprachen sind eine strafbare Handlung", sagte der amtierende Behördenchef John Pecman. Sein Amt stützt sich bei den Vorwürfen vor allem auf den Kronzeugen: den amerikanischen Süßwaren-Konzern Hershey's.

Angeblich wurden die Preisabsprachen nicht umgesetzt

Die Tochtergesellschaft Hershey Canada erklärte in einer Stellungnahme, sich schuldig bekennen zu wollen, im Jahr 2007 mit Konkurrenten über Preise gesprochen zu haben. Man habe dies aber sofort der Kartellbehörde gemeldet und die besprochenen Preisanhebungen seien nie erfolgt. Die Schuld hätten frühere Manager.

Auch kanadische Großhändler haben nach Ansicht der Wettbewerbshüter mitgemacht. Die Vorwürfe sind das Ergebnis von fünfjährigen Ermittlungen der kanadischen Behörden. Den Unternehmen drohen Strafen von jeweils bis zu zehn Millionen US-Dollar, den verwickelten Managern und Händlern bis zu fünf Jahre Gefängnis.

Kartellstrafen auch für deutsche Schoko-Produzenten

In Deutschland hatte das Bundeskartellamt 2008 Ermittlungen wegen des Verdachts auf illegale Preisabsprachen für Schokoladenprodukte gegen sieben Unternehmen eingeleitet, darunter Nestlé und Mars. Die Unternehmen hatten die Preiserhöhungen damals mit den erhöhten Rohstoffkosten begründet.

Im März 2013 verhängte das Bundeskartellamt gegen Nestlé Deutschland ein Bußgeld in Höhe von rund 20 Millionen Euro wegen unzulässigen Austauschs wettbewerbsrelevanter Informationen mit anderen Unternehmen. Zuvor waren bereits Kraft Foods Deutschland, Unilever Deutschland und die August Oetker KG mit Bußgeldern von etwa 38 Millionen Euro bestraft worden.

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