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Urteil gegen Lufthansa: Meilen-Ticket darf verkauft werden


Urteil gegen Lufthansa: Meilen-Ticket darf verkauft werden

12.06.2013, 17:10 Uhr | dpa-AFX, t-online.de

Urteil gegen Lufthansa: Meilen-Ticket darf verkauft werden. Laut einem Urteil durfte ein Vielflieger sein Lufthansa-Meilen-Ticket verkaufen (Quelle: dpa/picture alliance)

Laut einem Urteil durfte ein Vielflieger sein Lufthansa-Meilen-Ticket verkaufen (Quelle: dpa/picture alliance)

Das Gerichtsverfahren eines Vielfliegers gegen die Lufthansa ist mit einer Niederlage der Fluggesellschaft zu Ende gegangen. Das Oberlandesgericht Köln entschied, dass der Vielflieger sein aus Bonusmeilen erworbenes Flugticket verkaufen durfte (Az.: 5 U 46/12). Die Lufthansa habe ihn deswegen auch nicht aus dem Vielfliegerprogramm Miles and More ausschließen dürfen. Revision zum Bundesgerichtshof wurde zugelassen.

Die Lufthansa hatte argumentiert, dass der Kunde das Ticket zwar an Freunde oder Verwandte hätte verschenken, nicht aber verkaufen dürfen. Dagegen hatte der Kunde geklagt. In erster Instanz gab das Landgericht Köln der Lufthansa recht, doch im Berufungsverfahren entschied das Oberlandesgericht nun in wesentlichen Punkten anders.

Urteil gilt nur für den Einzelfall

Die Lufthansa will den Fall "aller Voraussicht nach" nun vor den Bundesgerichtshof (BGH) bringen. Nach Angaben einer Gerichtssprecherin bezieht sich das Urteil nur auf den Einzelfall. Das würde sich nach einer Entscheidung des BGH ändern. Andere Lufthansa-Kunden dürfen aber vorerst nicht ableiten, dass auch sie ihre Bonus-Tickets verkaufen könnten.

Die Lufthansa hatte argumentiert, der Kunde habe das Ticket für seine Treue bekommen, es diene der Kundenbindung. Dieser Effekt werde verfehlt, wenn der Flugschein weiterverkauft werde. Genau das sahen die Kölner Richter allerdings anders. Die emotionale Bindung des Kunden an ein Unternehmen lasse sich nicht durch ein Verbot erzielen. Denn dann werde dem Kunden ja das von ihm Gewünschte verweigert.

Öfter Streit um Meilen

In einem anderen Bonusmeilen-Streit hatte ein Vielflieger im Februar einen Achtungserfolg erzielt: Die Lufthansa einigte sich mit ihm darauf, Änderungen ihres Meilensystems künftig mit einem Vorlauf von drei Monaten anzukündigen. Der Mann hatte sich dagegen gewehrt, dass die Meilen auf seinem Konto relativ kurzfristig an Wert verloren hatten.

Es waren nach der Änderung mehr Meilen pro Flug nötig und Kunden hatten keine Möglichkeit mehr, vor Eintreten der Änderung noch schnell Meilen zu den alten Konditionen zu verbrauchen, was laut einer bekannt gewordenen internen E-Mail der Lufthansa auch so beabsichtigt gewesen sein soll.

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