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Milliardärs-Clan Reimann macht bei Börsengang von Parfümfirma Coty Kasse


Milliardärs-Familie Reimann sahnt bei Börsengang richtig ab

13.06.2013, 15:57 Uhr | dpa

Milliardärs-Clan Reimann macht bei Börsengang von Parfümfirma Coty Kasse. Beyoncé präsentiert ein Parfüm aus dem Hause Coty. (Quelle: Picture Alliance / Zuma Press)

Beyoncé präsentiert ein Parfüm aus dem Hause Coty. (Quelle: Picture Alliance / Zuma Press)

Was haben Beyoncé oder Jennifer Lopez mit der deutschen Unternehmerfamilie Reimann gemeinsam? Wer Düfte der beiden Weltstars kauft, der greift damit unwillkürlich zu einem Produkt von Coty. Die Nummer zwei der Branche gehört mehrheitlich dem Reimann-Clan. Jetzt hat die Milliardärsfamilie beim Börsengang ihrer Parfümfirma in New York abgesahnt. Sie verkaufte Coty-Anteile im Wert von 762 Millionen Dollar (571 Millionen Euro).

Das Unternehmen steckt hinter Düften von Calvin Klein, Davidoff, Madonna, Joop oder Heidi Klum und stellt darüber hinaus Kosmetik und Körperpflegeprodukte für Marken wie Manhattan und Adidas her. Im vergangenen Geschäftsjahr machte Coty einen Umsatz von 4,6 Milliarden Dollar.

Reimanns behalten Kontrolle über Coty

Die Aktien gingen zum Stückpreis von 17,50 Dollar an Investoren, wie Coty mitteilte. Damit lag der Preis im angedachten Rahmen. Der Handel mit den Papieren sollte am Donnerstag beginnen. Auch die beiden Geschäftspartner Rhône Capital und Berkshire Partners trennten sich von Anteilen, so dass der Börsengang insgesamt eine Milliarde Dollar schwer ausfiel. Es ist damit eine der größten Neuemissionen des Jahres an der New York Stock Exchange.

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Coty wurde 1904 gegründet, 1992 stiegen die Reimanns ein. 2012 rückte die Parfümfirma kurzzeitig durch den Versuch, den US-Kosmetikkonzern Avon zu übernehmen, ins Licht der Öffentlichkeit. Das Geschäft scheiterte jedoch. Danach forcierten die Reimanns einen Börsengang von Coty. Die Familie wird über ihre Holding JAB allerdings auch weiterhin die Kontrolle über das Unternehmen haben: Sie besitzt dank besonderer Aktien knapp 85 Prozent der Stimmrechte.

Grundstein für Reichtum im 19. Jahrhundert gelegt

Der Börsengang erlaubt der Familie allerdings, langfristig auf einfache Weise bei Coty auszusteigen. Die als verschwiegen geltende Familie lotet immer neue Möglichkeiten aus, ihr Geld anzulegen. Im April kündigten die Reimanns an, den niederländischen Kaffeeröster und Senseo-Hersteller D.E Master Blenders für rund 7,5 Milliarden Euro kaufen zu wollen. Erst kürzlich erhielten sie dafür von der EU das nötige wettbewerbsrechtliche Okay.

Die Ursprünge des milliardenschweren Firmenimperiums reichen bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts zurück. Damals bauten Johann Adam Benckiser und Karl Ludwig Reimann in Ludwigshafen eine Chemiefabrik auf. Noch heute hält die Familie eine Minderheitsbeteiligung an dem deutsch-britischen Konsumgüterkonzern Reckitt Benckiser, der die Hautpflege Clearasil, die Haftcreme Kukident oder den Wasserenthärter Calgon herstellt.

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