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DIHK: Staat lässt Straßen verrotten


DIHK: Staat lässt Straßen verrotten

16.06.2013, 11:45 Uhr | dpa

DIHK: Staat lässt Straßen verrotten. Der DIHK macht sich Sorgen um die Infrastruktur und die Bildung (Quelle: dpa)

Der DIHK macht sich Sorgen um die Infrastruktur und die Bildung (Quelle: dpa)

Industrie und Handel in Deutschland fordern mehr Geld für Straßen und Bildung. Das sei nötig, damit Deutschland einer der besten Wirtschaftsstandorte bleibe. "Wir brauchend dringend mehr Investitionen. Immer mehr Straßen verrotten, die Schulabbrecher-Quote ist nach wie vor zu hoch", sagte der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammerstages (DIHK), Eric Schweitzer. Der Staat investiere jährlich mindestens 2,5 Milliarden Euro zu wenig allein in der Verkehrsinfrastruktur.

Die angekündigten Wahlgeschenke von CDU und CSU bei Rente und Kindergeld sieht die Wirtschaft derweil kritisch. Das seien nur Ausgaben, die kurzfristig den Konsum erhöhten. "Wir brauchen weder weitere Subventionen für die Wirtschaft noch mehr staatliche Umverteilung", sagte Schweitzer.

DIHK fürchtet Steuererhöhungen

Auf erbitterten Widerstand der Unternehmen stoßen die Pläne von SPD und Grünen, Steuern und Abgaben nach einem Sieg bei der Bundestagswahl am 22. September zu erhöhen. "Wenn wir unsere Wirtschaftsstruktur mit den starken Familienunternehmen erhalten wollen, darf es keine Steuererhöhungen geben. Das ist Gift für Unternehmen, für Wachstum und Wohlstand", sagte der Mitinhaber des Berliner Recycling-Konzerns Alba.

Um den Fachkräftemangel zu lindern, müssten Politik und Wirtschaft gemeinsam ein Bündel von Maßnahmen schnüren. Im Jahr 2025 würden sechs Millionen Erwerbstätige fehlen. Durch eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf könnten mehr Frauen voll arbeiten. Auch der Anteil der erwerbstätigen 56- bis 64-Jährigen solle von derzeit 61,5 auf 67 Prozent steigen. "Wenn wir das schaffen, sind das wieder 600.000 bis 800.000 Erwerbstätige mehr." Dafür müsse aber auch mehr für die Gesundheit älterer Arbeitnehmer getan werden, betonte der DIHK-Präsident.

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