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Vermögen in Deutschland sind eher gering und ungleich verteilt


Vermögen in Deutschland gering und ungleich verteilt

18.06.2013, 07:50 Uhr | rtr

Vermögen in Deutschland sind eher gering und ungleich verteilt. Deutsche Vermögen sind ungleich verteilt (Quelle: imago/Enters)

Deutsche Vermögen sind ungleich verteilt (Quelle: imago/Enters)

Das Vermögen der Deutschen ist im internationalen Vergleich eher gering und ungleich verteilt. Nach Abzug der Schulden besaßen die privaten Haushalte Ende 2010 ein mittleres Nettovermögen von 195.200 Euro, wie die Bundesbank zu ihrer Haushalts-Umfrage mitteilte. Die Menschen in Bayern, Baden-Württemberg und Hessen sind demnach im Vergleich doppelt so reich wie der Gesamtdurchschnitt.

Bayern, Baden-Württemberg und Hessen besonders vermögend

Die ungleiche Verteilung zeigt sich beim sogenannten Median, der die Haushalte in eine reichere und eine ärmere Hälfte teilt. Dieser Wert für das Nettovermögen lag bei nur 51.400 Euro. Regional gibt es ein großes Gefälle nicht nur zwischen West und Ost, sondern auch zwischen Nord- und Süddeutschland. In den Bundesländern Bayern, Baden-Württemberg und Hessen liegt der Median bei 106.000 Euro und damit doppelt so hoch wie in Gesamtdeutschland. Im Norden beträgt der Wert 41.400 Euro und im Osten (inklusive Berlin) nur 21.400 Euro.

Die Umfrage birgt Detailergebnisse für Deutschland. Anfang April hatte eine erste Auswertung der Europäischen Zentralbank bereits für Aufsehen gesorgt. Demnach verfügen Menschen in Krisenländern der Euro-Zone und Steueroasen wie Luxemburg und Malta über ein weit höheres Vermögen als die Deutschen. Im kürzlich vor der Staatspleite geretteten Zypern haben die Bürger ein Median-Nettovermögen von 266.900 Euro, in Italien von 173.500 Euro und in Spanien von 182.700 Euro. Ganz oben auf der Liste stehen die Luxemburger, die auf fast 400.000 Euro kommen.

Folge der Weltkriege

Grund für das vergleichsweise geringe Vermögen in Deutschland sind laut Studie die Folgen der beiden Weltkriege, die Teilung des Landes und der - im internationalen Vergleich - geringe Anteil von Eigenheimbesitzern. Im Vergleich mit den Euro-Ländern sei die Verteilung von Geld und Besitz zwar ungleichmäßig, aber noch "deutlich gleichmäßiger" als in den USA und der Schweiz.

Laut Studie sind Eigentümer von Immobilien deutlich reicher als Mieter-Haushalte, was wenig überrascht. Gleichzeitig sei Wohneigentum in Deutschland vergleichsweise selten, betonte die Bundesbank. "Der Erwerb von Immobilien scheint sich, angesichts eines breiten und leistungsfähigen Marktes für Mietwohnungen, als weniger dringlich darzustellen." Zudem ist Überschuldung nach Ansicht der Bundesbank - anders als in mehreren anderen Ländern - in Deutschland kein verbreitetes Phänomen.

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