Sie sind hier: Home > Finanzen > Unternehmen >

Alpine Bau pleite: Erbauer der Allianz Arena ist insolvent


Erbauer der Allianz-Arena ist insolvent

20.06.2013, 14:31 Uhr | dpa-AFX, dpa, rtr, t-online.de

Alpine Bau pleite: Erbauer der Allianz Arena ist insolvent. Die Alpine aus Salzburg wird laut Geschäftsführung Insolvenz anmelden (Quelle: dpa)

Die Alpine aus Salzburg wird laut Geschäftsführung Insolvenz anmelden (Quelle: dpa)

Der Erbauer der Münchner Allianz Arena und nach eigenen Angaben zweitgrößte Baukonzern Österreichs, die Salzburger Alpine Bau GmbH, ist insolvent. Einen entsprechenden Antrag stellte das Unternehmen am Mittwoch beim Handelsgericht Wien. Wenige Stunden darauf beantragte auch die deutsche Tochter Insolvenz. Alpine ist im vergangenen Jahr in Schieflage geraten und hat eine hohe Kreditlast angehäuft. Insolvenzverwalter wird Arnd Geiwitz, der bereits bei der Drogeriemarktkette Schlecker die Pleite regulierte.

Konzept für Restrukturierung gibt es bereits

"Trotz beträchtlicher Unterstützung der finanzierenden Banken und intensiven Bemühungen des Eigentümers ist es wider erwarten nicht gelungen, die Alpine-Gruppe außerhalb eines Insolvenzverfahrens zu sanieren", hieß es in einer Mitteilung des Konzerns, der zur spanischen Baufirma FCC gehört. Mithilfe eines Konzepts von Restrukturierungsberatern soll versucht werden, einen Teil des Konzerns und der damit verbundenen Arbeitsplätze zu retten. An einer Übernahme von Teilen des Geschäfts haben mittlerweile die österreichische Konkurrenten Porr und Habau Interesse angemeldet.

15.000 Mitarbeiter in der gesamten Gruppe

Die Alpine Bau GmbH beschäftigt rund 6500 Mitarbeiter. Die gesamte Gruppe hat als zweitgrößter österreichischer Baukonzern nach eigenen Angaben rund 15.000 Mitarbeiter im In- und Ausland, 1900 davon in Deutschland. Alpine ist an internationalen Großprojekten wie Stuttgart 21 oder dem Gotthard-Basistunnel beteiligt. In Berlin-Mitte erhielt Alpine Mitte April 2013 die Genehmigung für ein großes Bauprojekt. Innerhalb von zwei Jahren sollen im "Markgrafenkarree" 365 Mietwohnungen entstehen.

Erst im März hatte sich das Unternehmen auf einen Rettungsplan mit seinen Gläubigern und der spanischen Mutter FCC geeinigt. Damals hatte FCC 250 Millionen Euro eingebracht, die Gläubiger hatten auf Forderungen über insgesamt 150 Millionen Euro verzichtet. Von dem Verkauf dreier Töchter hatte sich Alpine einem Insider zufolge einen Erlös von mehreren Hundert Millionen Euro erhofft. Diese Geschäfte sind aber geplatzt.

Deutsche Tochter erhielt Zuschlag für Mietwohnungen in Berlin

Alpine ist im vergangenen Jahr unter anderem wegen der mauen Baukonjunktur und Verzögerungen bei wichtigen Projekten in Schieflage geraten. Allein bei seinen Anleihegläubigern steht Alpine mit 290 Millionen Euro in der Kreide. Wie der Sender "ORF" aus Österreich meldet, summieren sich die Schulden bei rund 50 Banken insgesamt auf 450 Millionen Euro.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Haushaltsgeräte von Samsung kaufen & Prämie sichern
jetzt auf otto.de
Anzeige
Dein Wunschmix: Daten, MIN/SMS wie du es brauchst
Prepaid wie ich will von congstar
myToysbonprix.deOTTOUlla Popkenamazon.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal