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Goldpreis sackt unter 1300er-Marke - Silber verliert sechs Prozent


Goldpreis sackt unter 1300er-Marke - Silber verliert sieben Prozent

20.06.2013, 12:10 Uhr | dpa, dpa-tmn, rtr, t-online.de

Goldpreis sackt unter 1300er-Marke - Silber verliert sechs Prozent. Gold- und Silber-Barren: Kleinanleger kaufen (Quelle: dpa)

Gold- und Silber-Barren (Quelle: dpa)

Die Edelmetallpreise sind am Donnerstag erneut unter Druck geraten. Vor allem Silber und Gold sackten ab, Palladium und Platin konnten sich dem Abwärtssog nicht entziehen. Grund sind die Fed-Signale vom Vorabend auf ein nahendes Ende der ungebremsten Billiggeld-Flut in den USA. Am Vormittag fiel der Preis für eine Feinunze (31,1 g) Gold unter die Schwelle von 1300 US-Dollar und damit auf den tiefsten Stand seit September 2010. In Euro umgerechnet notierte die Feinunze bei 980 Euro. Der Silber-Preis sackte zeitweise um über sieben Prozent auf 19,82 Dollar (15,05 Euro) ab. Sind das nun Kaufkurse?

US-Notenbankchef Ben Bernanke hatte die Finanzmärkte am Mittwochabend mit Äußerungen zum möglichen Zeitplan für die Drosselung der milliardenschweren Anleihekäufe in Aufruhr versetzt. Gold und Silber werden von vielen Investoren als Inflationsschutz betrachtet und reagieren deshalb stark auf die Geldpolitik der großen Notenbanken.

Zudem steigen die Renditen an den Anleihemärkten, was die letztlich zinsfreien Edelmetalle unattraktiver für Investoren macht. Der Goldpreis hat daher in diesem Jahr schon um rund 22 Prozent abgewertet. Silber verbilligte sich um über 30 Prozent.

Goldpreis wird steigen

Über den weiteren Preistrend gehen die Ansichten der Experten auseinander. Gold-Guru Jim Rogers glaubt an wieder steigende Goldpreise, da insbesondere China in Sachen Gold nahezu unersättlich sei. Das Riesenreich werde seiner Meinung nach Indien als derzeit größten Goldimporteur ablösen. Dabei würden freilich auch die kürzlich beschlossenen Importzölle Indiens auf Gold helfen. Rogers ist überzeugt, dass dieser Aspekt der Hauptgrund für die derzeitige Gold-Schwäche sei. Er werde Gold nachkaufen und in den kommenden Jahren auch nicht verkaufen.

Goldpreis wird fallen

Anders sieht die Gold-Zukunft für Nouriel Roubini aus. Der Pessimist sagt dem Goldpreis für die nächsten zwei Jahre einen Sturz auf 1000 Dollar voraus. Rogers zweifelt indes an der Roubini-Prognose, schließlich habe Roubini nur ein einziges Mal richtig mit seinen Voraussagen gelegen.

Profis verkaufen - Kleinanleger kaufen

Der Abwärtsdruck von institutioneller Seite lässt unterdessen nach. Viele Großinvestoren haben sich in den vergangenen Monaten bereits von ihrem "Papier-Gold" - den Gold-ETFs - getrennt. Per Mittwoch fielen etwa die Bestände des weltgrößten Gold-ETFs SPDR Gold Trust erstmals seit vier Jahren unter 1000 Tonnen. Viele Kleinanleger hatten hingegen zuletzt den Preisverfall genutzt, um Gold- und Silbermünzen zu kaufen. Zeitweise gab es sogar Lieferengpässe.

Wertpapier oder physisches Gold?

Das Finanzamt macht übrigens einen Unterschied, in welcher Form physisches Gold gekauft wird. Neben Barren oder Münzen können Anleger auch entsprechende Wertpapiere kaufen. Eine Möglichkeit ist beispielsweise Xetra-Gold. Dabei handelt es sich um eine Schuldverschreibung, die mit physischem Gold abgesichert ist. Eine wichtige Frage aus steuerlicher Sicht: Wie sind hier die realisierten Gewinne oder Verluste zu beurteilen?

Spekulationsfrist beachten

Grundsätzlich gilt: "Gewinne aus der Veräußerung von Wertpapieren sind steuerpflichtig, wenn die Papiere nach der Einführung der Abgeltungsteuer erworben wurden. Verluste können sich steuermindernd auswirken", erklärt Anita Käding vom Bund der Steuerzahler. Anders ist es, bei Schmuck oder Gold. Hier sind Gewinne nur steuerpflichtig, wenn zwischen An- und Verkauf weniger als ein Jahr vergangen ist.

Allerdings gilt hier für alle Gewinne, die innerhalb eines Jahres erzielt werden, eine Steuerfreigrenze von 600 Euro. "Bleibt der Gewinn unter dieser Grenze, ist er trotz Unterschreiten der Spekulationsfrist steuerfrei", erläutert Käding. Gewinne, aber auch Verluste, die mit physischem Gold außerhalb der Jahresfrist erzielt werden, sind steuerlich bedeutungslos. Daher spielt es eine Rolle, wie Xetra-Gold von der Verwaltung eingeordnet wird.

Steuerliche Behandlung von Xetra-Gold

Derzeit bewertet die Finanzverwaltung Xetra-Gold als Wertpapier. Dies ist für Anleger auch dann vorteilhaft, wenn sie Verluste gemacht haben. "Wenn für Anleger die Behandlung als physisches Gold vorteilhafter ist, sollten sie die Gewinne als Einkünfte aus privaten Veräußerungsgeschäften erklären", rät Käding. Folgt das Finanzamt der Erklärung nicht, sollte Einspruch gegen den Bescheid eingelegt werden. Zur Begründung kann auf das Verfahren vor dem Finanzgericht Baden-Württemberg (Az.: 9 K 4022/12) verwiesen werden.

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