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LED-Leuchten auf dem Vormarsch: Osram warnt vor Preisschlacht


LED-Leuchten auf dem Vormarsch: Osram warnt vor Preisschlacht

22.06.2013, 11:13 Uhr | t-online.de - sia

LED-Leuchten auf dem Vormarsch: Osram warnt vor Preisschlacht. Auch Osram muss sich auf einen massiven Umbruch am Leuchtmittelmarkt einstellen (Quelle: dpa)

Auch Osram muss sich auf einen massiven Umbruch am Leuchtmittelmarkt einstellen (Quelle: dpa)

Nachdem die EU-Kommission 2008 die schrittweise Abschaffung konventioneller Glühlampen beschloss, bilden Lichtemissionsdioden (LED) die Zukunft auf dem Leuchtmittelmarkt. Kurz vor dem eigenen Börsengang Anfang Juli hat Osram jetzt vor einem härteren Wettbewerb in der Branche gewarnt, wie die "Welt" berichtet. Dem Verbraucher dürfte das nur recht sein, er könnte durch den Technologiewandel Geld sparen.

Preisverfall bei Leuchtmitteln droht

Die Zeitung beruft sich auf einen Börsenprospekt der Siemens-Tochter. "Bei Beleuchtungsprodukten ist historisch ein Preisverfall zu beobachten", zitiert die "Welt" aus dem Prospekt, der den Start auf dem Börsenparkett mit vorbereiten soll. Statt eines klassischen Börsengangs hat Siemens angekündigt, seinen Aktionären für je zehn Siemens-Aktien einen Osram-Anteilsschein ins Depot zu buchen.

Rund sechs Millionen LED-Lampen wurden Marktforschern zufolge im vergangenen Jahr in Deutschland verkauft, etwa 20 Millionen in Europa. Ihre Zahl hat sich binnen Jahresfrist verdoppelt. Vor allem in Deutschland und Österreich ist die Technik populär, in diesen Ländern hat sich der Absatz mehr als verdreifacht.

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Preiswerte Produkte mit Leistung einer 40-Watt-Birne

Für Kunden, die bisher Glühbirnen für weniger als einen Euro kaufen konnten, bleibt der Preis entscheidend. 20 Euro pro LED-Lampe ist manchem Verbraucher zu viel. Unter Zulieferern und Herstellern tobt deshalb bereits ein harter Preiskampf. Neben Osram bieten Cree und Philips bereits Produkte, die der Leistung einer 40-Watt-Birne entsprechen, für weniger als zehn Euro pro Stück an.

Der Vormarsch der neuen Technologie ist offenbar nicht zu stoppen: Experten der Unternehmensberatung McKinsey gehen laut "Welt" davon aus, dass LED schon im Jahr 2016 einen Anteil von 45 Prozent und 2020 von mindestens 70 Prozent auf dem Lichtmarkt erreichen werden.

Branchenfremde Anbieter greifen an

Damit nicht genug, setzen branchenfremde Anbieter an, den Markt zu erobern. "Unternehmen aus anderen Branchen, wie LG Electronics oder Samsung sowie andere Unternehmen in der Halbleiterbranche […] dringen erfolgreich in den LED-Beleuchtungsmarkt ein", zitiert die Zeitung weiterhin aus dem Osram-Börsenprospekt.

Eine Gefahr stellt zudem die Billigkonkurrenz aus Asien dar. Um ihre Kosten zu senken, versuchen die Hersteller daher, den bisher bei der Fertigung verwendeten künstlich hergestelltem Saphir durch preiswerteres Silizium zu ersetzen. Osram produziert derzeit LED-Chips in seinen Werken in Regensburg und Malaysia.

Silizium als Edelstein-Ersatz

"Silizium-Substrat könnte ein Sprung sein, wenn man dieselbe Qualität hinbekommt", sagte Osram-Experte Peter Stauss der Nachrichtenagentur Reuters. "Siliziumsubstrat kostet etwa ein Zehntel von Saphir. Dieser Preisvorteil zieht sich aber beileibe nicht durch die komplette Fertigungskette."

Trotzdem: Unmittelbar bedroht durch die Entwicklung ist der Leuchtmittel-Produzent wohl nicht. Osram sei weltweit führender Hersteller von Autobeleuchtungen, betont die "Welt". In jedem zweiten Neuwagen stecke Technik der Münchner Außerdem würden 21.000 Patente die Osram-Kasse füllen, selbst wenn Rivalen neue Ideen auf den Markt brächten. Derzeit verdient Osram auch noch am nach dem Glühbirnenverbot verstärkten Verkauf von Halogenlampen.

Massiver Sparkurs kostet Tausende Jobs

Dem Börsenaspiranten genügt das nicht, mit einem verschärften Sparkurs will Osram wettbewerbsfähig bleiben. Im Rahmen des Transformationsprogramms "Osram Push" sollen laut der Zeitung 8000 Jobs weltweit wegfallen, darunter 1400 in Deutschland. Betroffen sind demnach die Standorte Berlin, Augsburg und München.

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