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Daimler streicht Werksferien - Grundprobleme bleiben


Daimler streicht Werksferien - Grundprobleme bleiben

24.06.2013, 10:13 Uhr | t-online.de, dpa

Daimler streicht Werksferien - Grundprobleme bleiben. A-Klasse-Produktion in Rastatt: Die deutschen Werke schneiden in einem internen Vergleich offenbar schlecht ab (Quelle: dpa)

A-Klasse-Produktion in Rastatt: Die deutschen Werke schneiden in einem internen Vergleich offenbar schlecht ab (Quelle: dpa)

Der Autobauer Daimler macht derzeit vieles falsch - aber auch einiges richtig. Einerseits wurde die Nobelmarke von den Rivalen Audi und BMW abgehängt, andererseits sollen in diesem Jahr die Werksferien im Sommer wegen hoher Nachfrage ausfallen. Und eine interne Studie zeigt angeblich, wie weit Daimler noch von seinen Zielen entfernt ist.

Damit viele Daimler-Arbeiter trotzdem während der Sommerferien gleichzeitig in Urlaub fahren können, werden tausende Schüler und Studenten an den Bändern stehen. "Vorübergehend werden wir rund 4500 Ferienbeschäftigte in den deutschen Pkw-Werken einstellen", sagte ein Daimler-Sprecher der "Automobilwoche". Die Ferienjobber werden zwischen Juli und September in Sindelfingen, Rastatt und im Aggregatewerk Untertürkheim zum Einsatz kommen. Im vergangenen Jahr hatten in den Sommermonaten 4300 Schüler und Studenten in der Pkw-Produktion bei Daimler gearbeitet.

Daimler-Werke weit vom Ideal entfernt

Derweil berichtet der "Focus" über eine interne Studie, in der Daimler seine bestehenden Werke mit einer idealtypischen Fabrik verglichen habe. Selbst die Vorzeigefabrik in Ungarn treffe die Vorgaben nicht vollständig. Die meisten Probleme gebe es jedoch im Stammwerk Sindelfingen. Dort seien die Kosten zu hoch, die Produktion zu unflexibel.

Als Beispiel werden die Lohnkosten in Sindelfingen genannt. Neben der sogenannten "Steinkühlerpause" - fünf Minuten Auszeit pro Stunde für Akkordarbeiter -, die sogar im Tarifvertrag festgeschrieben ist, können sich die Arbeiter bereits ab 12 Uhr mittags über Spätschichtzuschläge freuen. Ab dann gibt es 20 Prozent mehr, ab 19 Uhr ein Plus von 30 Prozent.

Zuviel heimische Produktion

Außerdem könnten die Werke nicht drei Modellvarianten gleichzeitig, sondern meist nur eine bis zwei produzieren. Vor allem in Sindelfingen gerate die Produktionsreihenfolge immer wieder durcheinander, was hohen Aufwand verursache. Als ungünstig gelte darüberhinaus, dass Daimler hierzulande fast zwei Drittel aller Autos baue, aber nur ein Fünftel seines weltweiten Absatzes hier verkaufe. Andere Hersteller produzierten näher an den Absatzmärkten und sparten sich damit Zölle oder vermieden Wechselkursschwankungen.

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