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Goldpreis erlebt den stärksten Kurssturz seit fast 100 Jahren


Gold: Stärkster Preiseinbruch seit fast 100 Jahren

27.06.2013, 08:20 Uhr | dpa-AFX, rtr, t-online.de

Goldpreis erlebt den stärksten Kurssturz seit fast 100 Jahren . Gold- und Silber-Barren - Anleger kaufen bei sinkenden Preisen nach (Quelle: dpa)

Gold- und Silber-Barren (Quelle: dpa)

Die Aussicht auf ein Abflauen der Geldschwemme durch die US-Notenbank Fed lässt die Preise für Gold und Silber immer weiter abrutschen. Weil angenommen wird, dass sich die Konjunktur weiter verbessern wird, nimmt die Furcht vor Inflation unter den Anlegern ab. Der "sichere Hafen" Edelmetalle wird deshalb seltener angelaufen - Gold und Silber verbilligen sich. Der Gold-Kurssturz im laufenden Quartal ist der stärkste seit fast 100 Jahren.

Den Preis für eine Feinunze Gold (31,1 g) rutschte allein am Mittwoch zeitweilig um über vier Prozent ab auf 1225 Dollar - der tiefste Stand seit Sommer 2010. Laut Daten der Nachrichtenagentur Bloomberg verlor der Goldpreis im laufenden Quartal bereits 23 Prozent und zeigte damit den stärksten Einbruch innerhalb eines Quartals seit 1920. In Euroland-Währung umgerechnet kostete die Gold-Feinunze zuletzt weniger als 950 Euro. Silber fiel am Mittwoch zeitweise sogar um sechs Prozent auf 18,41 Dollar bzw. 14,15 Euro. Am Nachmittag erholten sich die Notierungen ein wenig.

Ermutigende Konjunkturdaten sind schlecht für Edelmetall-Preise

Auslöser für den aktuellen Kursrutsch sind überraschend starke Konjunkturdaten aus den USA und ein damit einhergehender Anstieg des US-Dollar (vgl. EUR/USD). In der größten Volkswirtschaft der Welt setzt der Immobilienmarkt - Auslöser der schweren Finanzkrise 2008 - seine Erholung in großen Schritten fort. Daneben sind die Verbraucher in den USA gegenwärtig so zuversichtlich wie lange nicht mehr und die Unternehmen investieren wieder kräftig. Wird der US-Dollar zum Euro stärker, fallen allein durch den Währungseffekt die in Dollar gehandelten Rohstoff-Preise.

Die US-Notenbank hatte in der vergangenen Woche angekündigt, bei einer weiterhin guten Konjunkturentwicklung noch im laufenden Jahr mit dem Ausstieg aus dem milliardenschweren Anleihekaufprogramm zu beginnen. Dies hatte zu massiven Kursbewegungen an den Finanzmärkten geführt und auch den Goldpreis stark belastet.

Spekulanten verkaufen Papier-Gold

Vor allem Spekulanten trennten sich in den vergangenen Wochen von ihren Gold-Beständen. Dabei handelt es sich jedoch nicht um physisches Gold, sondern vielmehr um Papier-Gold: Futures und Optionen. Wer annahm, dass die Verkaufswelle am Markt für Papiergold auch auf den physischen Markt überschwappt, sieht sich getäuscht. Weltweit stehen die Anleger derzeit Schlange, um Münzen und Barren aus Gold und Silber zu erwerben.

"Durchschnittlich kam nur ein Verkäufer auf neun Käufer", berichtete Robert Hartmann vom Edelmetall-Händler Pro Aurum. Zeitweise seien beliebte Goldmünzen wie der südafrikanische Krügerrand ausverkauft, was die Aufgelder für physische Ware nach oben treibt. "So stiegen die Aufschläge für einige bekannte Produkte aus dem Bereich der Silber-Unzen zeitweise um mehr als 150 Prozent an", erklärte Hartmann.

Erste Käufe dürften wieder lohnen

Die weiteren Aussichten für Gold und Silber liegen im Dunkeln. Der extreme Preissturz der vergangenen Wochen lockt jedoch zu einem antizyklischen Einstieg, der Markt ist "überkauft", wie Börsianer sagen. "Der größere Teil der Edelmetall-Abwärtsbewegung liegt wahrscheinlich hinter uns und erste Käufe scheinen vertretbar, wenn man einen angemessen Anlagehorizont hat", schrieb etwa Analyst Daniel Kühn bei GodmodeTrader. Sein Fazit: "Allerdings sollten Sie keine überzogenen Erwartungen haben. Neue Alltime-Highs sind auf Sicht von mehreren Jahren unrealistisch."

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