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20.000 neue Annahmestellen: Deutsche Post baut Paketgeschäft aus


20.000 neue Annahmestellen: Post baut Paketgeschäft aus

26.06.2013, 13:56 Uhr | rtr, dpa-AFX, t-online.de

20.000 neue Annahmestellen: Deutsche Post baut Paketgeschäft aus. Die Deutsche Post investiert in den Ausbau ihrer Paketsparte (Quelle: imago/Karlheinz Pawlik)

Die Deutsche Post investiert in den Ausbau ihrer Paketsparte (Quelle: imago/Karlheinz Pawlik)

Die Deutsche Post will bis Ende 2014 zusätzlich mit 20.000 neuen Annahmestellen für den privaten Paketversand an den Start gehen. Das kündigte Vorstandschef Frank Appel in Berlin an. Die Expansion soll weniger als 30 Millionen Euro kosten. In den gesamten Ausbau des Paketnetzes sollen bis 2015 aber rund 750 Millionen Euro fließen, bekräftigte der Konzern.

Paketgeschäft blüht

Der Umsatz des Paketgeschäfts sei seit 2009 jährlich um durchschnittlich 10,5 Prozent gestiegen, sagte Vorstandsmitglied Jürgen Gerdes. Ein Wachstum in dieser Größenordnung werde auch für die kommenden Jahre erwartet. Die neuen DHL-Paketshops sollen vor allem in Kiosken und anderen Geschäften in Ballungsgebieten entstehen, sagte Gerdes. Auf dem flachen Land sollen dagegen Verbraucher ihre Pakete dem Zusteller an der Haustür mitgeben.

Die ersten 10.000 Annahmestellen sollen in diesem Jahr öffnen. Ende nächsten Jahres werden es laut Gerdes dann insgesamt rund 55.000 sein. Die Deutsche Post DHL gehört zu den weltweit größten Logistikkonzernen und ist der größte Paketversender Deutschlands. Pro Werktag transportiert das Unternehmen im Inland nach eigenen Angaben gut 3,2 Millionen Pakete.

Schon mehr als 1000 Zusagen

Dass man schon mehr als 1000 Zusagen von Betreibern habe, zeige, dass das Angebot der Post attraktiv ist, sagte Gerdes. In diesem Geschäftsbereich wurden im vergangenen Jahr 3,5 Milliarden Euro Umsatz erzielt, etwa ein Viertel des klassischen Brief- und Paketgeschäfts. Der Jahresumsatz des Konzerns lag im Jahr 2012 bei 55 Milliarden Euro. Die größten Konkurrenten im Paketversand sind UPS, DPD und Hermes.

Das Unternehmen reagiert damit auf den kräftig wachsenden Online-Handel. Dabei setzt sich immer mehr der Trend durch, sich im Laden beraten zu lassen, aber im Internet zu kaufen. Vier von fünf Internetnutzern haben das zumindest einmal schon gemacht, ergab eine Umfrage des Beratungsunternehmens SMP.

Neuer Trend: "Showrooming"

Oft entscheiden die Verbraucher sich im Netz dann für ein Angebot der Konkurrenz. "Showrooming" nennen Marktforscher dieses Phänomen - der Handel spricht indes von "Beratungsklau". Die Experten sehen das als Fluch und Segen zugleich. Bei der Media-Saturn Holding in Ingolstadt bleibt man denn auch gelassen. "Wir haben umgekehrt viele Kunden, die sich vorab online informieren und die dann im Laden kaufen", sagt eine Sprecherin.

Das bestätigt eine Untersuchung des E-Commerce Center Köln (ECC). Vor jedem dritten Kauf im stationären Handel hat der Kunde demnach in Online-Shops gestöbert - umgekehrt war es nur jeder neunte. Media Markt und Saturn versuchten deshalb, Verbraucher auf allen Kanälen anzusprechen: mit stationären Läden und im Internet.

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