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Das ist der Rohstoff-Riese Mongolei


Das ist der Rohstoff-Riese Mongolei

26.06.2013, 17:01 Uhr | dpa, AP

Das ist der Rohstoff-Riese Mongolei. Der Bergbau boomt in der Mongolei (Quelle: dpa)

Der Bergbau boomt in der Mongolei (Quelle: dpa)

In der Mongolei wird gerade ein neuer Präsident gewählt. Das Land, das hierzulande kaum jemand kennt, zählt weltweit zu den zehn Ländern mit den meisten Bodenschätzen. Der zentralasiatische Binnenstaat grenzt im Norden an Russland und im Süden an China. Der US-Geheimdienst CIA schätzt die Zahl der Einwohner auf 3,2 Millionen. Sie leben auf einer Fläche, die rund viereinhalb Mal so groß ist wie Deutschland. Fast die Hälfte von ihnen wohnt in der Hauptstadt Ulan Bator.

Wahlkampf-Thema Bergbau

Bei der Präsidentenwahl in der Mongolei ist Amtsinhaber Elbegdorj Tsakhia als großer Favorit ins Rennen gegangen. In Umfragen vor der Wahl lag der an der US-Eliteuniversität Harvard ausgebildete Staatschef deutlich vor seinen Herausforderern, darunter ein populärer ehemaliger Ringer und eine Ärztin - die erste Frau, die sich in der Mongolei um das Präsidentenamt bewirbt.

Der Bergbau-Boom hat die Wirtschaft des Landes mit drei Millionen Einwohnern zwischen China und Russland in den vergangenen Jahren beflügelt. Wie dieser neu gefundene Wohlstand auch den Bürgern zugutekommen soll, war eines der am heftigsten diskutierten Themen im Wahlkampf. Mehrere Kandidaten versprachen, die Verträge mit ausländischen Bergbauunternehmen zu überprüfen, weil die mongolische Bevölkerung nicht ausreichend davon profitierte. Um Gewalt am Wahltag zu verhindern, wurde in der Hauptstadt Ulan Bator der Verkauf von Wodka kurzzeitig verboten.

Kräftiges Wirtschaftswachstum

Der Bergbauboom hat zu einem starken Wirtschaftswachstum in der Mongolei geführt. Aufgrund der Abhängigkeit von China ging der Zuwachs laut Weltbank jedoch mit der schwächelnden Konjunktur beim starken Nachbarn 2012 auf 12,3 Prozent zurück. Im Vorjahr lag das Wachstum noch bei 17,5 Prozent. Auch wenn die Not zurückgeht, lebt noch gut ein Viertel der Menschen in Armut.

Der Bergbau wird massiv entwickelt und gilt mittlerweile als wichtigste Einnahmequelle. Die meisten Rohstoffe werden nach China exportiert. Um die Abhängigkeit von China und auch von Russland zu verringern, setzt die Mongolei verstärkt auf Drittstaaten. Auch Deutschland gilt dabei als wichtiger Partner.

Armut noch weit verbreitet

Bis 1990 war die Mongolei sozialistisch und stark von der damaligen Sowjetunion beeinflusst. Inspiriert von der Wende in Osteuropa kam es zum demokratischen Wandel und zunächst auch zum wirtschaftlichen Zusammenbruch. Heute verfolgt das Land eine demokratische Marktwirtschaft. Etwa ein Drittel der Bevölkerung lebt noch traditionell von der Viehwirtschaft. Die meisten von ihnen sind Nomaden. Sie halten Schafe, Ziegen, Rinder, Pferde und Kamele.

Die größten Probleme sind Arbeitslosigkeit, hohe Inflation und die Schere zwischen Arm und Reich. Die Infrastruktur muss modernisiert werden. Nur wenige Landstraßen sind geteert, Kraftwerke, Strom- und Wasserleitungen stammen zumeist noch aus sozialistischer Zeit. Ein weiteres Problem ist die Korruption: Auf dem Index der Organisation Transparency International lag die Mongolei im vergangenen Jahr auf Platz 94 von 174.

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