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Aldi, Lidl und Co.: Deutsche verlieren Lust an Discountern


Deutsche verlieren Lust an Discountern wie Aldi und Lidl

28.06.2013, 09:42 Uhr | t-online.de - sia

Aldi, Lidl und Co.: Deutsche verlieren Lust an Discountern. Die Zahl der Billig-Lebensmittelmärkte in Deutschland ist erstmals geschrumpft (Quelle: dpa)

Die Zahl der Billig-Lebensmittelmärkte in Deutschland ist erstmals geschrumpft (Quelle: dpa)

Lebensmittel-Discounter - der Deutschen liebste Kinder? Von wegen. Die Zeit, in der die Billig-Supermärkte immer nur weiter wuchsen, ist offenbar vorbei. Das berichtet die "Welt" und beruft sich dabei auf eine Studie des EHI Retail Instituts. Demnach holen klassische Supermärkte wie Rewe auf. Die Untersuchung zeigt auch, warum die Bundesbürger inzwischen anders einkaufen.

Zahl der Discounter schrumpft erstmals

In den vergangenen Jahrzehnten schossen mehr und mehr Filialen der Billig-Lebensmittelketten aus dem Boden, das Netz von Aldi, Lidl, Netto, Norma oder Penny wurde immer dichter. Der Trend kehrt sich der Zeitung zufolge um: Nach der neuen Analyse schrumpfte die Zahl der Discounter 2012 erstmals um 69 auf 16.393 Märkte.

Die klassischen Supermärkte hingegen expandierten laut dem Bericht stärker als bisher um mehr als 300 auf 10.505. Seit 2008 sei deren Zahl um 840 Filialen gewachsen. Die Verbraucher lassen sich wohl nicht mehr ausschließlich vom Preis locken. "Neben dem Preis setzt der Kunde zunehmend auf Präsentation, Erlebnis und Nachhaltigkeit, das schlägt sich nun in den Zahlen nieder", erklärt Marco Atzberger von EHI die Zahlen seines Instituts.

Gutverdiener müssen nicht aufs Geld schauen

Grund für die vorsichtige Abkehr vom Discounter seien mehrere demografische Trends, heißt es in dem Bericht. Singles, Doppelverdiener ohne Kinder und Senioren ziehe es seit Jahren in die Metropolen. Diesen Gruppen verfügten oft über ein höheres Einkommen und müssten weniger auf den Preis schauen.

Zudem werden Großfamilien mit entsprechend umfangreichen Einkäufen seltener. "Im Jahr 2020 werden 41 Prozent der Deutschen in Single-Haushalten wohnen. Das verändert das Einkaufsverhalten", sagte Rewe-Sprecher Raimund Esser der "Welt".

Regionale Produkte immer beliebter

Rewe und Co. kommt laut Mattias Queck vom Beratungsunternehmen Planet Retail weiterhin zugute, dass viele Kunden inzwischen regionale Produkte bevorzugen: "Die Kunden wollen zunehmend wissen, wo die Ware herkommt und sind dafür auch bereit, einen höheren Preis zu zahlen."

Doch die Discounter haben verstanden und reagieren - mit Marktschließungen. Den Umsatz in den verbleibenden Läden will Aldi stattdessen mit dem Angebot von Markenartikeln wie Coca Cola oder Nutella erhöhen. Und folgt damit Konkurrenten wie Lidl oder Penny, die schon seit Längerem Markenprodukte führen.

Rewe und Co. verteidigen Status

Die Supermärkte verfolgen im Gegenzug eine eigene Strategie, um ihren Rang zu verteidigen: Rewe beispielsweise plant Schnellrestaurants in seinen Märkten, die Pasta, Pizza, Salat und Sandwiches sowohl zum Essen vor Ort als auch zum Mitnehmen anbieten sollen.

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