Sie sind hier: Home > Finanzen > Börse > Anleihen >

EZB dementiert Bericht über neues Anleihen-Kaufprogramm


EZB dementiert Bericht über neues Anleihen-Kaufprogramm

28.06.2013, 14:40 Uhr | rtr

EZB dementiert Bericht über neues Anleihen-Kaufprogramm. Die  EZB-Zentrale in Frankfurt am Main. (Quelle: dpa/J.W. Alker)

Die EZB-Zentrale in Frankfurt am Main. (Quelle: J.W. Alker/dpa)

Die Europäische Zentralbank (EZB) plant aktuell offenbar kein weiteres, flächendeckendes Aufkaufprogramm für Staatsanleihen von Euro-Ländern. Der deutsche EZB-Direktor Jörg Asmussen dementierte einen entsprechenden Bericht der "Süddeutschen Zeitung" (SZ).

"Die EZB denkt derzeit umfassend über Möglichkeiten nach, innerhalb unseres Mandats die Kreditvergabe an die Realwirtschaft, speziell zu klein- und mittelständischen Firmen, anzukurbeln und über nichts anderes. Berichte, die etwas anderes behaupten, sind falsch."

Bisheriges EZB-Kaufprogramm umstritten

Die "SZ" hatte zuvor ohne Angaben von Quellen berichtet, die Notenbanker sprächen über ein neues, zusätzliches Kaufprogramm für Staatsanleihen, das sich über alle 17 Euro-Staaten erstrecken solle. Das bisherige Kaufprogramm - von Fachleuten OMT genannt - ist vor allem in Deutschland höchst umstritten.

Laut "SZ" ist das Verfahren vor dem Bundesverfassungsgericht um das Anti-Krisen-Programm der Zentralbank Hintergrund der Überlegungen. EZB-Chef Mario Draghi hatte vergangenen September angekündigt, unter bestimmten Bedingungen unbegrenzt Anleihen eines Landes zu kaufen.

Karlsruhe prüft Anleihenkauf durch EZB

Eine Bedingung ist, dass das betroffene Land unter den permanenten Euro-Rettungsschirm ESM schlüpft. Die Karlsruher Richter prüfen derzeit, ob das OMT-Programm mit dem Grundgesetz vereinbar ist - ein Urteil wird erst im Herbst nach der Bundestagswahl erwartet.

Der EZB ist die direkte Finanzierung von Staaten verboten - am Finanzmarkt darf sie Staatspapiere allerdings kaufen, wenn sie damit geldpolitische Zwecke verfolgt. Ein Kaufprogramm, das sich auf Bonds aller Euro-Länder erstrecken würde, käme einer verbotenen Staatsfinanzierung sehr nahe.

Eine Volumenbegrenzung wäre jedoch aus Sicht der EZB nicht sinnvoll, weil sie gerade mit ihrer Ankündigung notfalls unlimiert zu intervenieren die Märkte in den vergangenen Monaten beruhigen und die Krise entschärfen konnte.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
HUAWEI Mate20 Pro für 9,95 € im Tarif MagentaMobil M
zur Telekom
Anzeige
Erstellen Sie jetzt 250 Visiten- karten schon ab 11,99 €
von vistaprint.de
myToysbonprix.deOTTOUlla Popkenamazon.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal