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Dayli ist selber pleite: Schlecker-Nachfolger stellt Insolvenzantrag


Schlecker-Nachfolger Dayli ist selber pleite

05.07.2013, 07:09 Uhr | rtr, dpa-AFX, t-online.de

Dayli ist selber pleite: Schlecker-Nachfolger stellt Insolvenzantrag. Dayli hatte Filialen von Schlecker in ganz Europa übernommen (Quelle: dpa)

Dayli hatte Filialen von Schlecker in ganz Europa übernommen (Quelle: dpa)

Ein Leben nach Schlecker - das versprach die Kette Dayli. Der österreichische Investor Rudolf Haberleitner hatte vor einem Jahr Filialen des Pleitedrogeristen in ganz Europa übernommen, für den Einstieg in Deutschland gab es immer wieder Pläne. Daraus wird nun wohl nichts: Dayli hat am Landesgericht Linz einen Insolvenzantrag gestellt, wie das Unternehmen mitteilte. Die Schulden sind enorm, die Zukunft völlig ungewiss.

So wartet Branchenkreisen zufolge alleine der Schlecker-Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz auf 4,6 Millionen Euro. Die Überschuldung von Dayli wurde mit 49 Millionen Euro beziffert. Den Gläubigern werde eine Insolvenzquote von 25 Prozent angeboten. Das Unternehmen soll nun unter dem neuen Eigentümer fortgeführt werden. Wie viele der rund 3000 Mitarbeiter in Österreich ihren Job behalten, ist noch offen.

Angeblich seit Wochen keine Zahlungen mehr

Die Gläubiger haben massiv Druck auf das Unternehmen ausgeübt. Unter den größten Investoren ist der Glücksspielkonzern Novomatic. Hätte das Management nicht selbst Insolvenz angemeldet, wäre der Kreditschutzverband (KSV) als Vertreter einer großen Lieferantengruppe aktiv geworden. Hintergrund ist, dass die Firma nach Angaben des KSV seit Wochen keine Rechnungen der Lieferanten bezahlt hat und die Mitarbeiter ihr Gehalt noch nicht bekommen haben.

Vor rund einem Jahr hatte der in Wien ansässige Fonds TAP 09 des Investors Rudolf Haberleitner vom Insolvenzverwalter der Drogeriekette Schlecker die Filialen in Österreich, Italien, Polen, Luxemburg und Belgien mit 4600 Mitarbeitern übernommen. Die Drogeriekette hat 883 Standorte in Österreich und 480 Filialen in den anderen Ländern. In Deutschland sollten Testmärkte längst eröffnet haben.

Öffentliche Diskussion um Konzept soll schuld sein

Haberleitner präsentierte sich als großer Sanierer und wollte aus der Kette einen Nahversorger aufbauen. Dieses Konzept - das unter anderem die Sonntagsöffnung vorsah - konnte nicht wie geplant umgesetzt werden, gestand die Firma ein. Eine öffentlich geführte Diskussion darüber habe Banken und mögliche Investoren verunsichert.

Unmittelbar vor dem Antrag bei Gericht habe Haberleitner seine Anteile an die ICU Unternehmensberatung abgegeben, um eine Sanierung und die Finanzierung von Dayli zu ermöglichen, teilte das Unternehmen mit. Es sei geplant, die Firma fortzuführen. Das Konzept sehe auch ein Mitarbeiterbeteiligungsmodell vor, das ab nächster Woche den Mitarbeitern vorgestellt werden.

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