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Bangladesch: Ab sofort mehr Arbeitsschutz in Textilfabriken


Bangladesch: Ab sofort gilt besserer Arbeitsschutz in Textilfabriken

08.07.2013, 15:49 Uhr | AFP, t-online.de

Bangladesch: Ab sofort mehr Arbeitsschutz in Textilfabriken. Eine ausgebrannte Textilfabrik in Mirpur nahe Bangladeschs Hauptstadt Dhaka (Quelle: dpa)

Eine ausgebrannte Textilfabrik in Mirpur nahe Bangladeschs Hauptstadt Dhaka (Quelle: dpa)

Textilarbeiter in Bangladesch haben ab sofort die Aussicht auf einen sichereren Arbeitsplatz. Ein entsprechendes Abkommen zum Brandschutz haben 70 internationale Konzerne unterzeichnet. Deren Lieferanten sitzen mit ihren Fabriken in dem asiatischen Entwicklungsland. Der Vorstoß ist eine Reaktion auf ein verheerendes Unglück im April, auch wenn es damals nicht gebrannt hatte. Der bedrohliche Zustand des Gebäudes war aber bekannt - künftig sollen solche Fabriken umgehend geschlossen werden.

Beim schlimmsten Industrieunglück in der Geschichte des Landes waren im April beim Einsturz der Textilfabrik Rana Plaza am Rande der Hauptstadt Dhaka mehr als 1100 Menschen ums Leben gekommen. In dem Gebäude hatten auch zahlreiche internationale Konzerne Kleidung fertigen lassen.

Nur eine von zehn Fabriken in Bangladesch ist sicher

Bangladesch ist nach China weltweit zweitgrößter Produzent von Textilien. 80 Prozent der Exporte des Landes im Wert von umgerechnet rund 19 Milliarden Euro im Jahr sind Kleidung und Schuhe. Die Beschäftigten bekommen zum Teil nur umgerechnet 29 Euro im Monat. Eine Untersuchung von Experten aus Bangladesch hatte in der vergangenen Woche ergeben, dass nur eine von zehn untersuchten Textilfabriken sicher ist.

Das neue Brandschutzabkommen ist für die 70 Unterzeichner verpflichtend. Dazu gehören viele bekannte Unternehmen in Deutschland wie Adidas, C&A, Kaufhof, Kik und Karstadt. Große US-Textilunternehmen wie Gap oder Walmart hingegen weigerten sich und plädierten für unternehmensinterne Selbstverpflichtungen.

Kontrollen in tausenden Textilfabriken sollen bald beginnen

Bis zum 15. Juli müssen die Unternehmen nun zunächst alle ihre Lieferanten in Bangladesch offenlegen, damit feststeht, welche Fabriken kontrolliert werden müssen. Innerhalb der nächsten neun Monate sollen dann in den tausenden betroffenen Nähfabriken zumindest vorläufige Inspektionen stattfinden.

Wo Gefahr für Leib und Leben droht, werden die Manufakturen laut der Kampagne für Saubere Kleidung (Clean Clothes Campaign, CCC) umgehend geschlossen. Die Experten stellen außerdem Pläne für eventuell notwendige Reparaturen und Renovierungen auf. Die betroffenen Abnehmer werden informiert, die Arbeiter sollen in dieser Zeit weiterhin bezahlt werden.

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