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Frühbucher bei Air Berlin: Nonstop gekauft, Zwischenstopp bekommen


Frühbucher bei Air Berlin: Nonstop gekauft, Zwischenstopp bekommen

15.07.2013, 16:49 Uhr | dpa-AFX, rtr

Frühbucher bei Air Berlin: Nonstop  gekauft, Zwischenstopp bekommen. Nur einmal abheben wollte mancher Frühbucher von Air Berlin - und musste laut dem "Spiegel" am Ende doch Zwischenstopps in Kauf nehmen (Quelle: dpa)

Air Berlin macht weiterhin Verlust (Quelle: dpa)

Frühbucher erhalten manche Vorteile. Das wichtigste Argument ist sicher der Preis, aber auch die Möglichkeit, anders als ein Last-Minute-Tourist seine Reise maßgeschneidert zu wählen. Bei der kriselnden Fluggesellschaft Air Berlin ist das offenbar anders, berichtet der "Spiegel". Dort mussten Kunden, die Nonstop-Flüge Monate im Voraus gebucht hätten, einen Zwischenstopp über Hamburg nehmen. Die genervten Kunden vermuten: Es geht nur um Geldmache.

Der "Spiegel" schildert in einer Vorabmeldung der neuen Ausgabe mehrere Fälle, in denen Passagiere bei Air Berlin schon Monate im Voraus Nonstop-Flüge von Zürich oder München nach Mallorca oder Ibiza buchten und bezahlten. Zwei oder vier Wochen vor Abflug wurden sie jedoch informiert, dass sie einen Umweg über Hamburg in Kauf nehmen müssten. Es habe „leider ein kleineres Flugzeug als ursprünglich geplant eingesetzt werden“ müssen, erklärt eine Air-Berlin-Sprecherin einen der geschilderten Umbuchungsvorgänge.

Air Berlin weist Verdacht auf Geldmache zurück

Einige der Betroffenen vermuten, dass die Airline Frühbucher mit günstigen Tickets für Direktverbindungen gezielt auf Umsteigestrecken umbucht, wenn die Nachfrage auf den begehrten Nonstop-Strecken anzieht und sich die Plätze kurz vor dem Start teurer verkaufen lassen. Eine Sprecherin der Fluglinie weist den Verdacht zurück. „Im Zuge der Optimierung des Air-Berlin-Flugplans“ sei es allerdings „an mancher Stelle leider unumgänglich, auch Anpassungen im laufenden Flugplan oder im Einsatz der Fluggeräte vorzunehmen“.

Air Berlin befindet sich in der Krise. Die Konkurrenz durch Billigflieger, hohe Kosten für Flugbenzin und das zu rasante Wachstum der Anfangsjahre drücken. Die Fluggesellschaft hatte Ende 2012 noch gut 770 Millionen Euro Schulden und ein Eigenkapital von 130 Millionen Euro. Mit einem harten Schrumpfkurs, dem jeder zehnte von 9300 Arbeitsplätze zum Opfer fallen soll, steuert Air Berlin gegen die Krise an.

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