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Urlaub 2013: Griechenland ist als Reiseland wieder begehrt


Griechenland ist als Reiseland wieder begehrt

15.07.2013, 10:12 Uhr | dpa-tmn, dpa, t-online.de

Urlaub 2013: Griechenland ist als Reiseland wieder begehrt . Griechenland - im Bild Santorin - hat die Reise-Krise überwunden  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Griechenland hat Reise-Krise überwunden (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Deutschlands Urlauber lassen sich durch viele Streiks und angeblich häufig anzutreffende anti-deutsche Stimmung nicht abschrecken und reisen verstärkt nach Griechenland. Das von der Schuldenkrise gebeutelte Land verzeichnet hohe Zuwachsraten - was die Reisebranche angeht. Griechenland ist einer der großen Gewinner der Sommersaison.

Bei den Deutschen sitzt der Geldbeutel bei Urlaubsreisen nach wie vor recht locker. Das lässt sich bei den drei Frankfurter Reiseveranstaltern DerTour, Meiers's Weltreisen und ADAC Reisen an einem Umsatzplus von etwa drei Prozent für das laufende Touristikjahr ablesen. Spanien (inklusive Mallorca) bleibt mit Abstand das beliebteste Reiseland am Mittelmeer, gefolgt von Italien, der Türkei, Kroatien und Griechenland. Letzteres erlebt mit einem Buchungsplus von 30 Prozent in diesem Jahr einen wahren Boom.

Griechenland-Krise des vergangenen Jahres vergessen

Griechenland legt seinen Krisenmalus offenbar ab. "Das Land ist der große Gewinner der Sommersaison", sagte der Sprecher von Thomas Cook, Mathias Brandes. Bei TUI, Europas größtem Veranstalter von Pauschalreisen, belegt das Land "im Ranking der beliebtesten Flugreiseziele bei unseren Gästen Platz 3". Damit hat sich das Land von der Buchungskrise des vergangenen Jahres gut erholt.

Imageschaden für Türkei befürchtet

Im laufenden Jahr gehen vor allem die Badeziele rund um das Mittelmeer, Reisen nach Nordafrika sowie auf die Kanaren gut. Einen noch größeren Buchungszuwachs als Griechenland erzielte Bulgarien mit einem Plus von 40 Prozent. Für die Türkei sei die Nachfrage weiter gut, langfristig befürchtet Michael Frese, Sprecher der Geschäftsführung von DER Touristik, durch die Proteste jedoch einen Imageschaden für das Land. Zu den Verlierern zählen die Malediven. Diese seien schlichtweg zu teuer. Es gebe mittlerweile fast nur noch 5- und 6-Sterne-Hotels.

Preise meist stabil zum Vorjahr

Die Preise bei den drei Reiseveranstaltern bleiben im Durchschnitt stabil. In einigen Fernreise-Destinationen wird der Urlaub günstiger: So sinken die Preise im südlichen Afrika um vier Prozent, in Kanada um zwei Prozent. Die Mittelmeerziele liegen auf Vorjahresniveau, die Preise für Südostasien, dem wichtigsten Winterziel der drei Veranstalter, steigen um zwei Prozent, für die Malediven um sechs Prozent. In den Skigebieten der Alpen gibt es keine Veränderungen, Preiserhöhungen stehen in Finnland (plus zwei Prozent), Norwegen (plus drei Prozent), Island (plus vier Prozent) und Schweden (plus sieben Prozent) an.

Kräftiges Buchungsplus für Spätsommer

Griechenland ist dabei trotz wahrgenommenem Pleite-Status nicht billig. Wer noch kurzfristig in den Sommerferien buchen möchte, muss tief in die Tasche greifen. Auch wer erst in einigen Monaten fliegen möchte, muss sich oft mit Restkontingenten begnügen: Urlaube im Spätsommer und Herbst boomen. In der verregneten Frühsommerzeit haben die Deutschen offenbar kräftig gebucht: Laut dem Marktforscher GfK stieg der Umsatz bei den Urlaubsbuchungen für den Rest des Jahres im Juni in den Reisebüros im Vergleich zum Vorjahresmonat um 16 Prozent.

Buchungsrückgänge in Ägypten

Ägypten hat für DER Touristik Frankfurt nicht die Bedeutung wie für Pauschalreiseveranstalter. "Derzeit haben wir natürlich Buchungsrückgänge", sagte Frese. Man setze jedoch auf "Business as usual", die Vernunft werde auch in Ägypten siegen, dafür sei der Tourismus für das Land zu wichtig.

TUI hat aufgrund der aktuellen Ereignisse alle Neubuchungen für Reisen nach Kairo und Luxor sowie Nil-Kreuzfahrten bis zum 22. Juli gestoppt, da das Auswärtige Amt als maßgebliche Sicherheitsbehörde von Reisen dorthin abrät. Dass die Lage in den Touristenorten unverändert ruhig ist, bestätigten auch die TUI-Reiseleiter vor Ort. "Sie melden, dass die Gäste ihren Urlaub ohne Einschränkungen verbringen können", sagte eine TUI-Sprecherin laut "Welt".


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