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Dreamliner-Zwischenfall: Boeing 787 muss nach Boston zurückfliegen


Dreamliner: Neuer Zwischenfall

19.07.2013, 10:27 Uhr | AP, dpa-AFX, dpa

Dreamliner-Zwischenfall: Boeing 787 muss nach Boston zurückfliegen. Boeing Dreamliner der Japan Airlines (Quelle: imago/tar-tass)

Boeing Dreamliner der Japan Airlines (Quelle: imago/tar-tass)

Schon wieder gab es einen Zwischenfall mit dem Dreamliner. Eine Boeing 787 der japanischen Fluggesellschaft Japan Airlines (JAL) hat am Donnerstag wegen technischer Probleme auf dem Weg nach Tokio umgedreht und ist in der US-Küstenstadt Boston gelandet. Derweil hat Boeing die Ursache für einen Vorfall mit einer Maschine auf dem Londoner Flughafen Heathrow gefunden.

Dreamliner: Problem mit Kerosinpumpe

Eine Signalleuchte an Bord des Dreamliners habe Probleme mit der Kerosinpumpe gemeldet, sagte eine Sprecherin der Fluggesellschaft Japan Airlines , wie der "Boston Globe" berichtete. Als Vorsichtsmaßnahme sei der in Boston im US-Staat Massachusetts gestartete Flieger über Kanada umgekehrt und sicher am Logan International Airport in Boston gelandet. Gefahr bestand nicht.

Der Langstreckenjet war in den vergangenen Monaten wegen technischer Pannen immer wieder in die Schlagzeilen geraten. Ein spektakulärer Zwischenfall ereignete sich vor einer Woche mit einem Dreamliner der Ethiopian Airlines auf dem Londoner Flughafen Heathrow.

Defekter Notfallsender verursachte Feuer in London

Ein Brand in der unbesetzten Maschine hatte zu einer vorübergehenden Vollsperrung von Europas größtem Airport geführt. Das Feuer wurde von einem defekten Notfallsender ausgelöst, gab die britische Flugunfall-Untersuchungsbehörde AAIB bekannt.

Möglicherweise sei es zu einem Kurzschluss bei der Stromzufuhr des Senders aus Lithium-Batterien gekommen oder die Batterien selbst hätten einen plötzlichen Energieschub verursacht. Die Peilsender dienen dazu, dass die Maschine im Falle eines Unglücks gefunden werden kann. Sie funktionieren völlig unabhängig vom Stromkreislauf des restlichen Flugzeuges.

Britische Behörde empfiehlt Deaktivierung der Sender

Die britische Behörde schlug nun vor, die in den Dreamlinern verbauten Notfallsender des betroffenen US-Herstellers Honeywell sollten vorübergehend deaktiviert werden, bis eine eingehende Flugtauglichkeitsprüfung stattgefunden hat. Ferner sollen auch Lithium-betriebene Notfallsender weiterer Hersteller in anderen Flugzeugtypen überprüft werden.

Kein Zusammenhang mit Hauptbatterien

Zunächst war gemutmaßt worden, dass die Batterien für die Haupt-Stromversorgung zu dem Brand geführt hatten. Defekte an diesen Batterien hatten Anfang des Jahres dazu geführt, dass Boeing die gesamte 787-Flotte drei Monate am Boden lassen musste.

Im jüngsten Fall war aber schnell klar, dass es eine andere Ursache geben musste. Das Feuer war im Heck des Flugzeuges ausgebrochen, die Hauptbatterien befinden sich unter Cockpit und Tragflächen.

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