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Microsoft-Aktien bricht ein. Wie es dazu kam?


"Größter Fehlschuss aller Zeiten"

21.07.2013, 13:21 Uhr | rtr

Microsoft-Aktien bricht ein. Wie es dazu kam?. Microsoft Surface: Abschreibungen von 900 Millionen Dollar auf unverkaufte Tablet-PCs (Quelle: dpa)

Microsoft Surface: Abschreibungen von 900 Millionen Dollar auf unverkaufte Tablet-PCs (Quelle: dpa)

Schlappe für Microsoft: Auch an dem weltgrößten Software-Hersteller geht die PC-Flaute nicht vorüber. Der US-Konzern muss ein sattes Minus von 24 Prozent im Betriebsgewinn der Bilanz des abgelaufenen Quartals hinnehmen. Microsoft hat die Abkehr von herkömmlichen PCs verschlafen und hechelt nun bei mobilen Geräten den starken Konkurrenten Apple und Google hinterher. "Wir wissen, dass wir besser werden müssen", sagte Finanzchefin Amy Hood, die erst seit Mai im Amt ist. Die Microsoft-Aktie fiel zeitweise um über elf Prozent.

"Der größte Fehlschuss von Microsoft"

Anleger reagierten enttäuscht auf die Quartalszahlen, mit denen der Konzern bei Umsatz und Gewinn die Analystenerwartungen verfehlte. Allerdings gehört das Papier mit einem bisherigen Jahresplus von 32 Prozent zu den Gewinnern des Marktes. "Soweit ich mich erinnern kann, ist das der größte Fehlschuss, den wir jemals bei Microsoft erlebt haben. Es sieht aus, als sei alles schwach gewesen", sagte Analyst Brendan Barnicle von der Investmentbank Pacific Crest Securities.

Im vierten Geschäftsquartal (per Ende Juni) musste Microsoft 900 Millionen Dollar auf die unverkauften Bestände seines Tablets Surface abschreiben. Das Gerät ist zeitgleich mit dem Betriebssystem Windows 8 im Oktober eingeführt worden und erweist sich trotz drastischer Preissenkungen als Ladenhüter, während Konkurrenz-Produkte massenhaft gekauft werden. Zum Vergleich: Apple hat bereits im Mai 2010 mit dem iPad dem Tablet zum Durchbruch verholfen.

Konzern wird umgekrempelt

Im weiteren Jahresverlauf muss Microsoft unter Beweis stellen, dass die früheren Glanzzeiten nicht dauerhaft der Vergangenheit angehören. Es stehen viele Veränderungen an: Der Konzern will sich komplett umstrukturieren und eine aktualisierte Version von Windows 8 auf den Markt bringen, die die vor allem für berührungsempfindliche Computer programmierte Software wieder stärker für alle Geräte öffnet. Zwar verkaufte Microsoft bereits mehr als 100 Millionen Windows-8-Lizenzen, doch konnte das Betriebssystem damit nicht die hohen Erwartungen erfüllen. Vor allem dank eines guten Absatzes der Büro-Software Office stiegen die Konzernerlöse um zehn Prozent auf 19,9 Milliarden Dollar. Der Markt hatte sich allerdings auf 20,7 Milliarden Dollar eingestellt.

Operativer Gewinn beträgt 5,3 Milliarden Dollar

Der US-Konzern verdiente unter dem Strich 59 Cent je Aktie. Analysten hatten Microsoft hier 75 Cent pro Anteilsschein zugetraut. Operativ stand ein Gewinn von knapp 5,3 Milliarden Dollar in der Bilanz. Dies entspricht einem Minus von 24 Prozent zum Vorjahr.

Microsoft-Chef Steve Ballmer hatte erst in der vergangenen Woche den größten Konzernumbau seit fünf Jahren angekündigt. Produkte und Dienstleistungen sollen künftig im Mittelpunkt stehen, Programme schneller an die Kunden gebracht werden. Die Ankündigung lässt vermuten, dass sich Microsoft stärker auf das - mit Ausnahme der Spielekonsole Xbox - bisher nicht sehr erfolgreiche Hardware-Geschäft konzentrieren will.

PC-Absatz um zehn Prozent gesunken

Das Unternehmen macht nach wie vor den Großteil seines Umsatzes mit Software. Neun von zehn herkömmlichen Computern laufen mit Windows. Da jedoch immer weniger davon verkauft werden, setzt Microsoft zwangsläufig weniger Betriebssysteme ab und hat bisher noch keine entsprechend große neue Einnahmequelle gefunden. Der PC-Absatz war in den vergangenen Quartalen um jeweils mehr als zehn Prozent abgestürzt.

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