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Gastkolumne: Fondsperlen, die viele links liegen lassen


Gastkolumne:  

Fondsperlen, die viele links liegen lassen

30.07.2013, 13:51 Uhr | von Guido vom Schemm, Merito Asset Management

Guido vom Schemm, Merito Asset Management (Quelle: privat)Guido vom Schemm, Merito Asset Management (Quelle: privat) Einige Aktienindizes befinden sich nahe ihrem Allzeithoch und es stellt sich für Anleger immer häufiger die Frage, welchem Fondsmanager kann und will ich mein Geld anvertrauen. Bei der Fonds-Auswahl sehen sich viele Investoren oft zunächst bei den bekannten KAGs oder bei großvolumigen Fonds um. Dass ein solches Vorgehen nicht immer vorteilhaft sein muss, könnte sich insbesondere in Zeiten bewahrheiten, in den Stockpicking besonders gefragt ist. Wer besonders früh Fondsperlen entdeckt, kann überproportionale Gewinne einfahren. Solche Fonds verfügen meist über moderates Volumen, welches sie äußerst flexibel agieren lässt, um damit eine Überrendite zu erwirtschaften.

Fonds-Flaggschiffe sowie große Kapitalanlagegesellschaften mit mehreren Fonds nutzen ihre Medienpräsenz sowie die üppigeren Marketing-Budgets, um ihre Fonds prominent zu platzieren. Die Medien haben außerdem einen Hang zu Fonds, die aktuell en vogue sind. Logischerweise bevorzugen viele Privatanleger sowie Finanzberater die Strahlkraft der größeren Anbieter, die sie täglich über Print und TV erreicht.

Und die institutionellen Investoren sind häufig risikoavers und verwalteten gleichzeitig größere Assets, die sie eher ungern auf kleinere Fonds oder Fonds-Boutiquen aufteilen wollen. Greift der Entscheider bei einem kleinen Fonds daneben, dann hat dies Konsequenzen. Liegt aber ein renommierter Anbieter schief, dann wird sich auf den Standpunkt zurückgezogen, dass es sich doch um einen der Auguren handelt.

Kleinere Fonds sind beweglicher

Die Kehrseite der oben genannten Verhaltensweisen ist, dass ein informierter und offener Investor besser nach Fondsperlen tauchen kann. Diese kleinen und teilweise jüngeren Schnellboote sind deutlich beweglicher und haben dadurch das Potenzial, die großen Fondstanker out zu performen. Viele dieser Perlen haben ein zwei- oder dreistelliges Millionenvolumen und liefern hervorragende Arbeit im Schatten der Großen.

Wie findet der Anleger solche Perlen, um von diesen Schätzen zu profitieren, bevor es die Masse tut?

Fonds-Plattformen im Internet und spezielle Anlegermagazine können ein hilfreicher Einstieg sein, um das Angebot näher einzugrenzen. Hier bekommen Anleger einen ersten Eindruck, wie sich der Fonds innerhalb der Peergroup präsentiert und wie sich sein Investmentansatz definiert. Im nächsten Schritt stehen einige dieser Fondsmanager bei sogenannten Roadshows Investoren Rede und Antwort, dabei kann der gewonnene Eindruck verifiziert werden.

Hier kann ein genauerer Blick lohnen

Eine Garantie, dass sich eine Fondsperle stets besser als das Flaggschiff-Produkt entwickelt, gibt es natürlich nicht.
 Die folgenden Fonds lohnen einen genaueren Blick. Zum einen der Acatis Gané Value Event Fonds (ISIN: DE000A0X7541), der sich auf sogenannte Value-Unternehmen konzentriert, bei denen durch unternehmensspezifische Events ein Mehrwert für die Anleger generiert werden soll. Ein Sharpe-Ratio von 3,25 auf ein Jahr lässt aufhorchen.

Zum anderen der relative junge S4A US Long UI (DE000A1H6HH3), ein US-Aktienfonds, der mittels computergestützer, technisch-quantitativer Analyse langfristige Trends aufspüren soll. Dieser wies in den letzten 12 Monaten eine Outperformance von 20 Prozent gegenüber dem S&P 500 Net Total Return auf. Die Belohnung: Rang 3 im Lipper-Ranking. Sein überschaubares Fondsvolumen war sicherlich hilfreich, um optimal zu investieren.


Der Autor, Guido vom Schemm, ist seit 2011 Geschäftsführer der Vermögensverwaltungs-Boutique Merito Asset Management GmbH in Dreieich. Der studierte Betriebswirt verfügt über elf Jahre Berufserfahrung in der Finanzindustrie, insbesondere in mehreren Abteilungen der Commerzbank AG.

-- Die Meinung von Gastautoren ist unabhängig von der Meinung der Redaktion von t-online.de. --

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