Sie sind hier: Home > Finanzen > Börse > News > Eigene >

Inflation steigt auf Jahreshoch wegen teurerer Lebensmittel


Teurere Lebensmittel treiben Inflation auf Jahreshoch

30.07.2013, 16:48 Uhr | dpa , t-online.de

Inflation steigt auf Jahreshoch wegen teurerer Lebensmittel. Viele Lebensmittel sind teurer geworden - das treibt die Inflation (Quelle: imago/ momentphoto/ Robert Michael)

Viele Lebensmittel sind teurer geworden - das treibt die Inflation (Quelle: imago/ momentphoto/ Robert Michael)

Der kräftige Preisanstieg bei Lebensmitteln lässt Deutschlands Inflationsrate klettern. Im Juli stieg die jährliche Teuerungsrate von 1,8 Prozent im Vormonat auf 1,9 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag in einer ersten Schätzung mitteilte.

Ob Wurst, Gemüse oder Obst: Für Nahrungsmittel müssen Verbraucher deutlich tiefer in die Taschen greifen als vor einem Jahr. Mit der höchsten Rate des Jahres nähert sich der Wert inzwischen wieder der Warnschwelle von 2,0 Prozent an, bis zu der die Europäische Zentralbank (EZB) ein stabiles Preisniveau gewahrt sieht.

Nahrungsmittel-Preise auch von schlechten Ernten beeinflusst

Vor allem Nahrungsmittel verteuerten sich im Juli binnen Jahresfrist mit 5,7 Prozent kräftig. "Neben der Witterung in Deutschland dürften dafür auch schlechte Ernten in anderen Ländern verantwortlich sein", schrieb Commerzbank-Ökonomin Ulrike Rondorf. In den kommenden Monaten dürfte die Inflation ihrer Einschätzung zufolge leicht zurückgehen.

Im Vergleich zum Juni 2013 stiegen die Verbraucherpreise voraussichtlich um 0,5 Prozent. Volkswirte hatten lediglich einen Anstieg um 0,3 Prozent prognostiziert. Das Statistische Bundesamt gibt Details zur Preisentwicklung erst mit den endgültigen Zahlen am 13. August bekannt.

Energie erstmals seit April wieder teurer

Das Plus gegenüber Juni sei zu etwa einem Viertel darauf zurückzuführen, dass Energie zum ersten Mal seit April wieder teurer geworden ist, analysierte Rondorf. Der Ölpreis war zuletzt wieder gestiegen (vgl. auch Heizöl-Rechner). "Zudem ziehen mit Beginn der Sommerferien in vielen Bundesländern üblicherweise die Preise für Pauschalreisen, Übernachtungen und Freizeitaktivitäten an."

Und: Der im Juli sonst übliche Rückgang der Nahrungsmittelpreise zum Vormonat sei nur sehr gering ausgefallen. Nach Angaben von Statistischen Landesämtern sanken die Preise für Lebensmittel auf Monatssicht etwa in Berlin-Brandenburg um 1,3 Prozent, während sie in Bayern stagnierten und in Nordrhein-Westfalen sogar um 0,3 Prozent stiegen. Dort war Paprika gut zehn Prozent teurer als im Juni und kostete fast 45 Prozent mehr als im Juli 2012.

Bekleidung und Wohnungsmieten kaum verteuert

Auf Jahressicht zogen im Juli erneut auch die Preise für Haushaltsenergie und Kraftstoffe überdurchschnittlich an. Die Statistiker bezifferten das Plus auf 2,9 Prozent. Insgesamt bleibe die Inflation in Deutschland aber niedrig, sagte Christian Schulz von der Berenberg Bank. Bekleidung habe sich auf Jahressicht nur um 0,3 Prozent verteuert, die Wohnungsmiete um 1,4 Prozent: "Das ist eine gute Nachricht für die Verbraucher."

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Mäntel-Highlights und schöne Jacken shoppen
bei MADELEINE
myToysbonprix.deOTTOhappy-size.detchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal